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Tor-Netzwerk

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Viele gute Gründe sprechen dafür, seine Identität im Weltnetz zu verschleiern. Dabei hilft das Tor-Netzwerk im Verbund mit dem passenden Content-Filter.

Tor ist ein kostenloses Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten. Es nutzt ein weltweit verteiltes Netz von 2400 Nodes. Aus diesem Pool werden jeweils drei Nodes für eine Route ausgewählt. Diese Route wechselt alle 10 Minuten. Die zwiebelartige Verschlüsselung sichert die Anonymität der Kommunikation. Selbst wenn zwei Nodes einer Route kompromittiert wurden, ist eine Beobachtung durch Dritte nicht möglich.

Da die Route ständig wechselt, müsste ein großer Teil des Netztes kompromittiert worden sein, um einen Zusammenhang von Benutzer und angefragter Weltnetzseite herstellen zu können. Die weltweite Verteilung der Nodes und der hohe Anteil privater Computer mit langsamer Internetanbindung kann zu deutlich langsameren Downloads führen.

Tor ist neben Surfen auch für IRC, Instant-Messaging, den Abruf von Mailboxen oder Anderes nutzbar. Dabei versteckt Tor nur die IP-Adresse.

Für die sichere Übertragung der Daten ist SSL- oder TLS-Verschlüsselung zu nutzen.

Sonst besteht die Möglichkeit, dass sogenannte “Bad-Exit-Nodes” die Daten belauschen und an Userkennungen und Passwörter gelangen.

Man kann davon ausgehen, dass die Geheimdienste verschiedener Länder ebenfalls im Tor-Netz aktiv sind und sollte die Hinweise zur Sicherheit beachten:

  • sensible Daten nur über SSL-verschlüsselte Verbindungen übertragen
  • SSL-Warnungen nicht einfach wegklicken
  • Javascript deaktivieren

Dann ist Tor für anonyme Kommunikation geeignet.

Weitere Informationen zum Thema findest du im SfN Infoblog unter dem Stichwort: Tor-Netzwerk
Leitfaden folgt demnächst.

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