Quellen der Recherche

Presseauswertung

Die normalen Tageszeitungen berichten teilweise über Linksextremen Aktivismus. Der Umfang der Berichterstattung richtet sich nach dem Markt- bzw. Sensationswert der Meldung. Das bedeutet, dass die Berichterstattung genauso abrupt zu Ende sein kann, wie sie anfängt. Trotzdem sind Presseartikel wichtige Bausteine für die Recherche. Das Ausschneiden, Auswerten und Archivieren gehört daher auch zur Anti-Antifa-Arbeit. Zeitungen, Broschüren, Infotelefone und Fanzines der Linken geben wichtige Einblicke in ihre Aktivitäten und Pläne. Da die meisten Publikationen nicht am Kiosk zu haben sind, müssen sie bestellt werden. Wenn ihr etwas bestellt, denkt daran, dass die Linkskriminellen in ihren Karteien nach eventuellen "Nazis" suchen und auch gelegentlich zu Besuchen vorbeischauen.

Elektronische Medien

Viele Zeitschriften und Tageszeitungen können inzwischen über das Weltnetz eingesehen werden. Natürlich haben auch Linkskriminelle "Profile" in sozialen Netzwerken wie Facebook und können für die Recherche wichtig sein.

Die Linkskriminellen sind auch schon lange mit eigenen Weltnetzseiten im Netz. In Portalen wie Indymedia, wo offen zur Gewalt gegen alles was nicht in ihr Weltbild passt aufgerufen wird, werden Bekennerschreiben oder Ankündigungen regelmäßig von den Moderatoren gelöscht. Hier gilt es schneller als die Moderatoren zu sein und diese Antikel am besten per Screenshot (Druck S-Abf Taste) archivieren und auswerten.

Zu dem Thema Sicherheit im Weltnetz kann - und muss - natürlich ziemlich viel gesagt werden. Wer sich im Weltnetz bewegt, hinterlässt Spuren. Wer das Weltnetz als Quelle stark nutzt, muss sich hier schützen.

Im Netz kann man sich aber auch sehr gut "als Antifa" bewegen, Foren und Chat-Rooms besuchen und darüber an interne Informationen oder Gerüchte kommen. Und wer ein paar Hilfsmittel kennt, kann die Spuren, die Antifas hinterlassen, selber nutzen, um sie zu enttarnen. Hier ist es aber besonders wichtig, nicht jeden Hinweis als Tatsache weiter zu verbreiten! Gerade die Anonymität im Netz sorgt dafür, dass ihr nur sehr schwer nachprüfen könnt, ob etwas wahr ist bzw. wer eine Aussage tatsächlich gemacht hat.

Beobachtung

Die Beobachtung von Aktivitäten der Linkskriminellen ist eine wichtige Grundlage für euch als politische Gruppe. Ihr könnt herauszufinden und darstellen, wie hoch der Organisationsgrad der Antifas ist, welche Pläne sie verfolgen und wer mit wem zusammenarbeitet etc.

Ihr könnt z.B. Flugblattaktionen beobachten, um herauszufinden, wie die Antifas solche Aktionen organisiert. Genauso interessant sind ihre Veranstaltungen oder internen Treffen oder ihre Demonstrationen und auch Blockaden.

Die Beobachtung von Antifa-Aktivitäten ist nicht ohne Risiko.

Ihr solltet euch angemessen kleiden und unauffällig verhalten. Auf jeden Fall solltet ihr Linksextremisten und deren Aktionen nicht alleine beobachten. Sichert euch immer ab und organisiert einen Schutz - macht nichts alleine!

Zu Dokumentationszwecken könnt ihr fotografieren, filmen, Flugblätter einsammeln oder Reden aufnehmen. Autonummern geben euch einen Überblick, ob zu einem Treffen auch überregional mobilisiert wurde.

Ein besonderer Fall sind Gerichtsverhandlungen. Wenn "wichtige" Personen vor dem Richter stehen, solltet ihr auf jeden Fall den Besuch der Verhandlung organisieren. Die meisten Prozesse sind öffentlich und werden durch Aushang bekannt gegeben. Die Presse erhält über telefonische Anfrage Auskunft bei der Justizpressestelle.

Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit

Ein oft vernachlässigter Bereich ist die Dokumentation von antideutschen und antifaschistischen Übergriffen und Aktivitäten. Gerade wenn ihr in einem bestimmten Stadtteil arbeitet, können Zeugenaussagen viele Informationen hergeben, die sonst verborgen bleiben. Dazu müsst ihr Kontakt mit den Betroffenen aufnehmen oder eventuellen Augenzeugen ausfindig machen.

Die ganzen schlauen Infos nutzen nichts, wenn sie unter eurem Bett verstauben. Ihr solltet euch grundsätzlich überlegen, wie ihr die Öffentlichkeit informieren wollt.

Veranstaltungen, Flugblätter, Broschüren oder Zeitschriften sind Mittel, die ihr selbst gestalten könnt.

Filme, Videos und Fotos

Wenn ihr auf der Suche nach Filmen oder Fernsehbeiträgen von bestimmten Anlässen seid, wird es schon komplizierter. Eigene Mitschnitte, am besten regelmäßig, werden euch nicht erspart bleiben. Es gibt allerdings Archive, die auch Fernsehsendungen aufnehmen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind da noch mal was Besonderes. Diese haben einen vom Gesetzgeber bestimmten Bildungsauftrag mitbekommen und riesige Archive, bei denen ihr auch nachfragen könnt. Sie sammeln nicht nur Film- oder Radiobeiträge, sondern haben meist auch Presseauschnitte und Fotos zu wichtigen Themen, Personen, Organisationen. Grundsätzlich ist die Nutzung kostenlos. Ruft einfach an und fragt nach.

Anders ist es bei den privaten Sendern, die so etwas nicht kennen. Fernsehbeiträge unterliegen dem Urheberrecht. So ist es oftmals einfacher Manuskripte von interessanten Sendungen zu bekommen als komplette Mitschnitte. Einfach anrufen oder Brief schicken mit frankiertem Rückumschlag. Das genaue Datum hilft natürlich auch. Manche Skripte findet ihr inzwischen auch im Weltnetz.

Öffentliche Register

Damit sind das Grundbuchamt, das Handelsregister und das Vereinsregister gemeint. Öffentliche Register sind Angelegenheiten der jeweiligen Gemeinden. Sie sind prinzipiell für jederman zugänglich und einsehbar. Dort findet ihr Angaben darüber, wem was seit wann gehört, bzw. wer welchen Verein betreibt.

Bei allen drei Registern handelt es sich um öffentliche Einrichtungen, deren Zweck die Erteilung von Auskünften ist. Am häufigsten werden die Einträge von Behörden (Polizei, Justiz) oder bestimmten Berufsgruppen (Rechtsanwälte, Notare, Journalisten) genutzt. Es ist also überhaupt nichts dabei, wenn ihr dort auftaucht. Im Prinzip jedenfalls. Die Erfahrung zeigt, dass die Erteilung von Auskünften von Ort zu Ort und von Register zu Register sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Manche Mitarbeiter entwickeln z.B. ein reges Interesse für euch.

Im Vereinsregister sind alle Vereine eingetragen, die ein "e.V." tragen. Das Register wird normalerweise im zuständigen Amtsgericht geführt. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Sitz des Vereins, der nicht unbedingt identisch mit Postanschriften, Büroadressen oder ähnlichem sein muss. Im Register wird eine Akte des Vereins und eine Registerkarte geführt. Die Akte enthält u.a. das Gründungsprotokoll, Protokolle von Mitgliederversammlungen, Schriftwechsel zwischen dem Verein und dem Gericht, die Satzung und so weiter. Auf der Registerkarte sind die entscheidenden Angaben über Sitz, Vorstand und Adresse angegeben. Auch jeder Vorstandswechsel wird hier vermerkt.