Schablonentechnik

Eine weitere Technik, Text auf ein Transparent zu bringen, ist die Schablonentechnik. Dabei werden einfach die Umrisse der Schablonen (z.B. von Buchstaben) mit Bleistift oder Kreide auf den Stoff aufgetragen und danach mit Farbe nachgemalt. Wenn mehrere Transparente geplant sind, oder es realistisch ist, dass weitere folgen werden, ist es sinnvoll das gesamte Alphabet in Kleinbuchstauben als Schablone zu erstellen. Alle Schablonen, die nach dem gleichem Schema erstellt wurden, könnt ihr dann in eine Mappe packen und darauf genau beschriften, welche Schriftart / Schriftgröße / besondere Einstellungen oder Bezugsflächen (dazu später mehr) verwendet wurde. So könnt ihr später defekte Schablonen problemlos wieder nachbauen.

Schritt 1: Die Schriftart

Ihr solltet euch erst einmal darüber klar werden, wie groß die Schrift nachher auf dem Transparent sein und wie sie wirken soll. Hier ist es hilfreich, einzelne Buchstaben auszudrucken und auf den Stoff zu legen, damit ihr euch ein genaueres Bild vom Größenverhältnis (Stofffläche / Buchstabengröße) machen könnt. Die Größe des Ausdrucks entspricht der Größe der Schrift auf dem Transparent. Experimentiert einfach einmal herum und probiert verschiedene Schriftarten, Schriftgrößen und Einstellungen, wie etwa fett, aus. Prinzipiell sind alle Schriftarten für die Schablonentechnik geeignet, aber unterschiedlich schwer umzusetzen. Wenn die Schrift extrem verschnörkelt ist, wird das Herstellen der Schablone und auch später das Ausmalen der Buchstaben unter Umständen langwierig und mühsam. Trotzdem, alles ist machbar! Die Einstellung fett ist grundsätzlich für Transparente recht gut geeignet, da die Schrift dadurch lesbarer und auffallender wird.

Schritt 2: Die Schablone basteln

Wenn ihr euch über die Schrift im Klaren seid, geht es an die Herstellung der Schablonen. Diese bestehen aus fester dünner Pappe (DIN-A4 Notizblock- oder Kalenderrücken, Müslischachteln usw.). Wichtig ist nur, dass eine gerade Kante vorhanden ist. Bei Schreibblockrücken ist diese sowieso vorhanden. Bei Müslischachteln müsst ihr euch mit Teppichmesser/Skalpell und Lineal eine Kante zurechtschneiden. Die Buchstaben druckt ihr wie gewünscht aus und klebt sie auf die Pappe. Hierbei darauf achten, dass die obere Kante eures Computerausdruckes mit der geraden Kante auf der Pappe übereinstimmt. Diese Kante ist dann euere Bezugskante. Sie bewirkt, dass euer Schriftzug nachher schön gerade ist. Geklebt werden sollte vorzugsweise mit Papierklebestift, notfalls klappt es mit Klebestreifen aber genau so. Danach werden die Buchstaben mit Teppichmesser oder Skalpell aus der Pappe geschnitten.

Beachtet dabei, dass sowohl das Herausgeschnittene (also z.B. der ausgeschnittene Buchstabe), als auch die Pappe, aus der der Buchstabe herausgeschnitten (Negativ-Form) wurde, als Schablonen verwendbar sind.

Ohne die herausgeschnitten Stücke ("Inseln") könnt ihr bei Buchstaben wie P, B, A oder O die Inseln nicht aufzeichnen, und ohne das restliche Pappstück wird die Schrift schnell schief. Also möglichst darauf achten, dass beide Teile unversehrt bleiben. Mit einem Skalpell arbeitet es sich angenehmer als mit einem Teppichmesser, zudem wird der Schnitt noch genauer. Bei geraden Linien könnt ihr ein Lineal anlegen und mit dem Schneidewerkzeug daran entlang fahren. Dadurch werden Kanten schön gerade und es geht nebenbei auch noch schneller. Die Bezugskante unbedingt mit einem Pfeil markieren, so dass ihr sie auch nach längerer Zeit noch erkennt. So, jetzt sind die Schablonen fertig.

Schritt 3: Das Auftragen

Auch hier malt ihr mit Kreide und einem großem Lineal zuerst eine gerade Linie. An dieser Linie wird die Bezugskante eurer Schablonen angelegt und die entsprechenden Buchstaben mit Bleistift nachgemalt. Falls der Buchstabe eine Insel enthält, müsst ihr den ausgeschnitten Buchstaben auf den Umriss legen, um die Insel einzeichnen zu können. Wenn ihr alles eingezeichnet habt, lest es nochmals aus einigen Metern Distanz auf Rechtschreib- und Grammatikfehler durch. Wenn ihr euch bei einem Wort nicht sicher seid, schlagt es nach, denn über Rechtschreibfehler auf Transpis machen Passanten sich gerne lustig und nehmen dann eure Aussage nicht ernst. Wenn ihr dann auch noch mit der Flächeneinteilung zufrieden seid, könnt ihr, wie oben schon beschrieben, die Buchstaben ausmalen, trocknen lassen, mit Edding ausbessern und mit Haarspray fixieren.