Gefahren und Sperren von Domain und oder Webserver

Ein Webauftritt (die Weltnetzseite) besteht aus mehreren Einzelteilen. Die Domain als Adresse die über einen DNS-Eintrag zum Inhalt (Webserver) führt.

Wichtig bei anonymem Webspace und Domains ist auf die anonyme Bezahlbarkeit zu achten (Paypal, Moneybookers etc. sind nicht anonym). Der Firmenstandort und Serverstandort möglichst Offshore wählen um bei juristischen Problemen ein "einknicken" der Firma zu verhindern.

Im einfachsten Fall hat man Domain und Webserver beim gleichen Anbieter. Ist alles bei einem Anbieter, hat es jemand der die Seite sperren lassen möchte leicht und du hast gleich zwei Probleme, denn Domain und Webserver könnten aus vielen Gründen gesperrt werden. Es benötigt meist viel Schreibarbeit und womöglich werden sogar Strafzahlungen verlangt um die Sperren wieder rückgängig zu machen.

Domain und Webspace (Webserver) sollten also besser getrennt verwaltet sein.

Bei den Domains ist folgendes zu beachten: Fast jedes Land (Staat) hat eine Domainendung, (Top Level Domain) tld genannt.

  • Deutschland = .de
  • Schweiz = .ch
  • USA = .us
  • usw.

Jedes Land bzw. die Verwaltungsstelle hat andere Gesetze & Vorschriften bei der Vergabe bzw. Sperrung ihrer Domains. Je nach tld ist man dementsprechend mehr oder weniger abschaltsicher / sperrsicher. Es kommt also immer auf den Inhalt und die Gesetzeslage an. Prüfe deshalb vor der Wahl einer Domain wie die Gesetzeslage sich mit deinem Inhalt verträgt.

Eine kurze Liste der als realtiv sicher angesehenen Domains. (Stand 08.2012) Die in Klammern sind JoinVentures mit US Firmen, also ggf. auch Problematisch.

  • .so
  • .li
  • .gs
  • .to
  • .ph
  • .tw
  • (.mx)
  • (.me)
  • .asia
  • .vn

Jeder kennt die Kino Seiten im Weltnetz. Fast alle setzen auf eine .to tld und das aus gutem Grund. Tonga, dessen tld .to ist, erlaubt es den Nutzer eine Domain vollkommen anonym zu kaufen. Leider ist eine .to Domain aber auch recht teuer.

Manche Domains (tld) können von Haus aus anonym registriert werden, bzw. der Registrar trägt irgendeine Adresse ein.

Als Domaineigentümer solltest nicht du eingetragen sein (whois-Schutz).

Die "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" (ICANN), ist für die Kernressourcen des Internet (Domain Namen, Internet Adressen, Protokolle und den Root Server) zuständig. Die ICANN ist in der Lage fast alle tld abzuschalten. Einzige Ausnahme scheint die .to (Tonga) Domain zu sein.

Wenn du eine für deine Zwecke abmahnsichere und anonyme Domain registriert hast, kannst du diese auf einen beliebigen Webserver (Inhalt, Content) zeigen lassen. Je nach dem kann es sinnvoll sein auch noch Domains in Reserve zu haben. Dies geht mit einem DNS-Eintrag beim Domainregistrar. (Dieser sollte das unterstützen) Deshalb sollte man zensurfreie DNS-Server nutzen.

Auf dem Webserver / Webspace auf einem Weltnetz-Server liegen die Inhalte (Content), die dann jeder zu sehen bekommt. Hier gibt es gleich mehrere mögliche Gründe der Sperrung. Je nach Qualität des Hostingpaketes (Webspace) hast du mehr oder weniger Anspruch auf Serverleistung die du dir mit anderen Kunden teilen musst. Wenn du den Server überlastest bleibt der Server stehen und alle Kunden auf dem Server haben ein Problem. Dein Provider wird dich also deshalb sperren oder verlangen das du etwas hochwertigeres bezahlst.

So eine Serverüberlastung kann auch von Aussen ohne dein zutun kommen, z.b. wenn jemand der etwas gegen dich hat millionen Anfragen an deine Weltnetzseite sendet. So ein Angriff von Aussen nennt sich DDoS-Attacke. Eine DDoS-Attacke ist leider in vielen Fällen sehr gut geeignet um eine Weltnetzseite lahm zu legen.

Man kann auch Webspace und Webserver mit DDoS-Protection buchen. Da werden dann die vielen Serveranfragen mehr oder weniger gut gefiltert und deine Seite wird weniger überlastet. DDoS-Protection kostet aber meist etwas extra.

Wer sich an deinem Inhalt stört kann aber auch deinem Provider eine Abmahnung (Abuse) schicken und behaupten du würdest gegen dieses oder jenes verstossen. Inwieweit dein Provider dieses dann vor einer Sperrung prüft und auch prüfen kann... ? Wenn der Provider eine eigene Rechtsabteilung hat und den Aufwand der Prüfung betreibt wirst du nicht einfach so gesperrt. Hier ist auch der Firmensitz (Gesetzeslage) des Providers und der Standort des Servers maßgeblich. All das um den Kunden zu schützen ist aufwendig und dementsprechen teuer. So kommen die oft hohen Preise zustande.

Nicht jedes Land ist für jeden Content geeignet. So ist z.B. Russland kein geeigneter Standort für Freedom of Speech oder Whistleblowing Seiten, aber für andere Seiten aus dem Grauzonenbereich (Warez) sehr gut geeignet. Spreche am besten den Inhalt deiner Seite zuvor mit dem Hoster ab!

Wie auch immer. Falls dich dein Webspace oder der gemietete Server im Stich lässt, kannst du einfach den DNS-Eintrag für Domain(s) ändern und auf einen anderen Server verknüpfen. Innerhalb von 24 h sollte dann der Inhalt wieder angezeigt werden können. Bei sensiblen Inhalten empfiehlt es sich also einen weiteren oder sogar mehrere Webserver (in verschiedenen Ländern) sowie verschiedene Domains in Reserve zu haben.

Wenn Domainregistrar und Server-Provider irgendwo in Timbuktu ihren Firmensitz haben und der Server auch in einem Land steht wo Beschwerden auf taube Ohren stossen hat es der Beschwerende sehr schwer und scheut evtl. den Aufwand.