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Netzseite(n) jetzt auch als .onion Seite

Glaubt man so manchem deutschen Politiker, ist Darknet ein Synonym für einen dunklen Ort des Bösen, der ausgeleuchtet, besser noch verboten gehört. “Es darf doch wohl nicht wahr sein, dass man sich jede Waffe dieser Welt durch anonymes Surfen im Internet beschaffen kann”, zeterte CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl. “Wir können im Rechtsstaat keine Inseln der Rechtlosigkeit tolerieren”, sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann von der CDU zwei Tage später.

Doch die Anonymität, die ein Darknet bietet, ist auch ein Segen für Menschen in autoritär regierten Ländern, die sich vor Überwachung durch das Regime schützen wollen. Chinesische Dissidenten benutzen Darknet-Netzwerke genauso wie Journalisten oder Whistleblower.

Wer im Weltnetz surft, öffnet seinen Netzbetrachterr und kann dann Netzseiten wie www.s-f-n.org besuchen – oder er sucht via einer Suchmaschine nach Inhalten. Das Darknet, das “dunkle Netz”, kann man sich demgegenüber als virtuellen Hinterraum vorstellen, der schwerer zu erreichen und anders gebaut ist als das offene Weltnetz.

Dort gibt es keine zentralen Server. Stattdessen verbinden sich viele einzelne Computer zu Netzwerken. So entstehen exklusive Kreise, die Nutzer nicht einfach per “Google-Suche” finden. Es gibt also nicht nur ein Darknet, sondern viele solcher Netzwerke. Sie arbeiten unterschiedlich, aber das Ziel ist immer: Die Nutzer sollen anonym bleiben können. Die Daten in den Darknets werden in der Regel verschlüsselt übertragen, deshalb ist das Darknet schwer zu überwachen.

Wir arbeiten gerade daran Teile unserer Netzseiten auch im Darknet zugänglich zu machen.

Vorerst gibt es drei Projekte:

Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Um genau zu sein muss die komplette SfN Hauptseite dafür umgeschrieben werden. Da die Präsens im Darknet aber sicherlich von nur wenigen Aktivisten genutzt werden wird haben wir Zeit alles zum laufen zu bringen.

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