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Einmal Verfassungsschutz, immer Verräter: Keine Zusammenarbeit mit Kevin Giuliani!

Seit über 15 Jahren versucht Kevin Giuliani, ursprünglich in Moers und mittlerweile in Kamp-Lintfort wohnhaft, in politischen Zusammenhängen Nordrhein-Westfalens Fuß zu fassen. Giulani war Gründer der „Kameradschaft Moers-Rheinberg“ und musste sich 2003 wegen mehrerer, unpolitischer Straftaten vor Gericht verantworten. Nachdem ihm als Bewährungsversager eine Haftstrafe drohte, bot er freiwillig an, das Aussteigerprogramm des Verfassungssschutzes aufzusuchen, zog sich zeitweilig aus der rechten Szene zurück und wurde durch das Innenministerium finanziell unterstützt. Trotz seiner Zusammenarbeit mit dem BRD-Geheimdienst, trat Giuliani in der Folgezeit in unregelmäßigen Abständen, zunächst um das Jahr 2005 und anschließend 2009, wieder in NRW mit Versuchen in Erscheinung, sich politisch zu betätigen. Alle relevanten Kameradschaften der nationalen Bewegung distanzierten sich seinerzeit von ihm und warnten mit öffentlichen Aufrufen. Obwohl zahlreiche der damaligen Internetseiten nicht mehr existieren, allen voran das zentrale Sprachrohr „Freier Widerstand“, können diese Aufrufe noch eingesehen werden:

Freier Widerstand warnt vor Aussteiger Kevin Giuliani“ (Freier Widerstand)

Frechheit siegt! – V-Mann Kevin Giuliani wieder in NRW unterwegs“ (Aktionsgruppe Essen)

In den beiden Veröffentlichungen des „Freien Widerstandes“ (von 2005) und der „Aktionsgruppe Essen“ (von 2009) werden die Hintergründe der damaligen Zusammenarbeit Giulianis mit dem BRD-Geheimdienst detailliert beschrieben. Selbst die Systempresse kommt nicht umher, über die Zusammenarbeit mit dem VS zu berichten, unter dem Titel „Ausstieg rechts, sofort“ schreibt etwa die Tageszeitung (Taz) über den „Fall Giuliani“. Der Betroffene selbst räumt die Zusammenarbeit im Übrigen unumwunden ein und behauptet, er hätte den Verfassungsschutz überlisten wollen. Jeder weiß, dass es bei geschulten Mitarbeitern der Geheimdienste nichts zu überlisten gibt (schon garnicht für jemanden wie Kevin Giuliani, dessen Intelligenzquotient sicherlich nicht im dreistelligen Bereich zu verorten sein wird) – nur Kontaktverweigerung und das Ablehnen jeder Zusammenarbeit schützen unsere Bewegung.

Auch nach 15 Jahren: Verrat bleibt Verrat, Verräter fliegen raus!

In den Folgejahren trat Kevin Giulani unregelmäßig in Erscheinung: 2011 organisierte er eine Demonstration gegen Kinderschänder in Duisburg, der lediglich 24 Teilnehmer folgten, was seine geringe Akzeptanz verdeutlicht. Gelegentlich trat er mit fragwürdigen Youtube-Videos in Erscheinung, etwa unter dem Titel „Der letzte Mann“ mit einer Reichkriegsflagge des Kaiserreiches alleine durch Moers marschierend. Wenn er bei Veranstaltungen, etwa Konzerten organisierter, rechter Kreise aufgelaufen ist, wurde ihm in der Regel deutlich vermittelt, dass er unerwünscht ist – die Zahl der Rauswürfe Giulianis dürfte mittlerweile zweistellig sein, zuletzt durfte er Ende 2017 beim „White X-Mas”-Konzert den frühzeitigen Heimweg antreten. Giuliani will jedoch offenbar nicht verstehen, dass Verrat nicht verjährt und sich eine Person, die freiwillig mit dem Innenministerium / Verfassungsschutz kooperiert, für jeden politischen Zusammenhang untragbar gemacht hat. In erstaunlicher Hartnäckigkeit, versucht er, sich auf Veranstaltungen einzuschleichen (bedauerlicherweise wurde er auf einer Demonstration im November 2018 in Bielefeld nicht erkannt, was lediglich unterstreicht, wie notwendig eine erneute Thematisierung seines Falls ist), außerdem hat er eine „Volksgemeinschaft Niederrhein“ gegründet, die überwiegend Liederabende und Konzerte auf einem Anwesen in Kamp-Lintfort (Stadtteil Hoerstgen) durchführt, auf das Giuliani dauerhaft Zugriff hat. Den Personen dieser „Volksgemeinschaft“ ist die Vorgeschichte von Giuliani, der zumeist mit seiner Ehefrau Lisa öffentlich in Erscheinung tritt, bekannt, wird aber von seinem Umfeld als „Fehler aus vergangenen Tagen“ angesehen, der nicht ein Leben lang vorgehalten werden könne. Stattdessen wird betont, wie nett Kevin doch sei und wie toll die Feiern, doch sei. Bewusst wird ausgeblendet, dass Verrat kein kleiner Fehlgriff ist, sondern eine bewusste Entscheidung gegen unsere Bewegung. Jede Toleranz, die Kevin Giuliani entgegengebracht wird, setzt ein fatales Signal.

Nicht zusehen, sondern handeln: Keiner spielt mit bei Kevin!

In jüngerer Vergangenheit war eine Häufung seiner Aktivitäten festzustellen, offenbar versucht Giulani, sich ein neues Umfeld am Niederrhein aufzubauen. Bedauerlicherweise gastierten bei den Feiern seiner „Volksgemeinschaft“ auch mehrere bekannte Künstler / Musikgruppen der rechten Szene – ihnen war die Vorgeschichte jedoch nicht bekannt. Damit in Zukunft jeder Bescheid weiß, wer ihn eingeladen hat und die einzige, richtige Entscheidung treffen kann, nämlich Kevin alleine Zuhause zu lassen, erfolgt deshalb dieses Informationsupdate zum „Fall Kevin Giuliani“, fast schon ein trauriges Kapitel Bewegungsgeschichte, das von Inkonsequenz und Nachsichtigkeit geprägt ist. Es ist offenbar wieder einmal Notwendigkeit, Giuliani deutlich zu machen, dass sein Treiben nicht weiter toleriert wird.

  1. Wenn Ihr Informationen über Aktivitäten von Kevin Giuliani, insbesondere geplante Feiern, aber auch Reiseabsichten zu anderen rechten Veranstaltung, habt, setzt euch vertrauensvoll mit den bekannten Aktivisten aus NRW in Verbindung.
  2. Wenn Liedermacher oder Musikgruppen von Giulani angefragt werden: Macht deutlich, dass Ihr nicht mit einem VS-Kollaborateur kooperiert. Macht die Anfragen (bewegungsintern) öffentlich und fordert andere Musikkünstler auf, Giulani ebenfalls zu boykottieren, um ihm den Boden seiner (wenn auch geringen) Reputation zu entziehen.
  3. Wenn Kevin Giualani auf euren Veranstaltungen auftaucht: Zeigt ihm, wo die Tür ist.
Keine Zusammenarbeit mit Kevin Giuliani: Verrat verjährt nicht!

Verfasser: Aktivisten aus dem Rheinland und Westfalen

Original-Text von: dortmundecho.org
Übermittelt durch: Schriftleitung

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Der Arbeitskreis Sicherheit teilt sich diesen Account und versorgt euch mit den neuesten Informationen.

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