„SS-Siggi“ muss in den Knast – berüchtigter Dortmunder Neonazi zu Haftstrafe verurteilt

Als Gründer und Kopf der brutalen BVB-Fangruppe „Borussenfront“ wurde Siegfried Borchardt (65) berüchtigt. Jetzt muss der Neonazi, der „SS-Siggi“ genannt wird, ins Gefängnis.

Das Oberlandesgericht Hamm verurteilte den Rechtsextremisten zu vier Monaten Haft ohne Bewährung wegen Beleidigungsdelikten gegen Polizeivollzugsbeamte.

„SS-Siggi“ muss ins Gefängnis – weitere Strafbefehle gegen Dortmunder Neonazis

„Das ist ein weiteres Ergebnis unseres unermüdlichen Einsatzes gegen rechtsextremistische Straf – und Gewalttäter. Die konsequente Reaktion des Rechtsstaates ist ein wichtiges Signal“, kommentiert Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange das Urteil.

„Der jahrelange Strafverfolgungs- und Kontrolldruck der Soko-Rechts zahlt sich aus und bringt zählbare Ergebnisse“, so der Polizeipräsident. Das betrifft nicht nur „SS-Siggi“, sondern auch viele weitere Kader der Dortmunder Neonazi-Szene. Wie die Polizei mitteilt, liegen inzwischen gegen zahlreiche führende Köpfe der rechtsextremen Szene in Dortmund Strafbefehle vor.

Dortmunder Polizeipräsident: „Werden Strafverfolgungsdruck hartnäckig fortsetzen“

„Unter anderem ist einer der beiden Vorsitzenden der Partei ‘Die Rechte’ wegen Volksverhetzung und Körperverletzungsdelikten zu einer Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung veruteilt worden”, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Diesen hohen Strafverfolgungsdruck werden wir hartnäckig fortsetzen und gegen rechtsextremistische und antisemitsche Verfassungsfeinde nicht locker lassen“, so Polizeipräsident Lange.

Siegfried Borchardt ist dutzendfach vorbestraft. 2014 wurde er für die Partei „Die Rechte“ in den Rat der Stadt Dortmund gewählt. In den 1980er Jahren verbreitete sein brutaler und rechtsextremer BVB-Hooligangruppe „Borussenfront“ Angst und Schrecken. In trauriger Regelmäßigkeit sorgte die gewaltbereite Gruppe für Ausschreitungen, jagte Ausländer durch die Stadt. Seit einigen Jahren ist die Gruppe wieder aktiver.

Zuletzt musste sich die Polizei nach einer rechtsextremen Demo in Dortmund Kritik gefallen lassen. Es seien kaum Beamte vor Ort gewesen, man habe die Rechten gewähren lassen, hieß es. Mehr dazu und was das NRW-Innenministerium dazu sagt, erfährst du hier.

Original-Text von: derwesten.de
Übermittelt durch: Schriftleitung

 

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