Wie man sich für unter 10 EUR einen IMSI-Catcher baut

Ein IMSI-Catcher ist ein Gerät, mit dem die auf der Mobilfunkkarte eines Mobiltelefons gespeicherte IMSI ausgelesen und der Standort der Mobiltelefone innerhalb einer Funkzelle eingegrenzt werden kann. Die Polizei setzt das Gerät z.B. gerne auf Demos ein, um alle Mobilfunktelefonate mitzuhören u.v.m.

Sicherheitsdienste nutzen sie seit langem. Mit sogenannten IMSI-Catchern kann man International Mobile Subscriber Identity (IMSI)-Nummern aufspüren. Diese sorgen dafür, dass ein bestimmtes Endgerät den richtigen Anruf erhält. Hier erfahrt ihr, wie man mit geringem finanziellen Aufwand und etwas Python feststellen kann, welche SIM-Karten in der Nähe aktiv sind und somit ein entsprechendes Telefon und den damit verbundenen Besitzer aufklärt. Ihr könnt damit also Person, Ort und Zeitpunk bestimmen.

NS Versandbetreiber hat IMSI an

Wenn also euer Lieblings-Versandbetreiber zukünftig einen IMSI-Catcher in seiner Bude hängen hätte, und es käme in der Nacht zu einem Einbruch oder einer Sachbeschädigung, könnte der Chef anhand der Signalstärke herausfinden, welche IMSI-Nummern sich zur Tatzeit innerhalb seiner Gefilde befunden haben. Käme es etwa zu einem Überfall oder einem Anschlag durch linkskriminelle, könnten so Täter und wichtige Zeugen aufgedeckt und aufgespürt werden. So könnte man einigen Behörden und Diensten helfend unter die Arme greifen, die ja in der Vergangenheit teilweise erhebliche Probleme damit hatten, bei schweren Straftaten, Zeugen oder Täter zu benennen. Die Polizei könnte dann die IMSI-Nummern mit den stärksten Signalen heraussuchen, sich an die jeweiligen Telekommunikationsanbieter wenden, um die dazugehörigen SIM-Karten und deren Besitzer zu ermitteln.

Die Technik ist nicht neu. Interessant ist jetzt aber, wie billig und einfach alles zu realisieren ist. Die Hardware bekommst du „für ’nen Appel und ’nen Ei“ bei eBay:

Die passende Software dafür ist gratis und kann von jedem innerhalb kürzester Zeit installiert werden. Es gibt sogar eine Youtube-Anleitung dafür:

Weitere Details zum Download der eingesetzten Software findest Du in der Beschreibung des oben gezeigten YouTube-Videos.

Wer mobil sein wollte, könnte statt der eigenen Linux-Kiste noch einen Raspberry Pi verwenden und den IMSI-Catcher so ins eigene Auto, einen Bus oder ins Taxi hängen. Die Software würde sich auch dort schnell zu Hause fühlen.

Natürlich müsstet ihr vor einem eventuellen Einsatz die rechtliche Seite abklären. Keinesfalls solltet ihr damit, wie überhaupt in eurem Leben, Straftaten begehen. Mein Artikel beschreibt lediglich ein Experiment unter Laborbedingungen, für den Inhalt des Videos ist ausschließlich der Youtuber verantwortlich.

 

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