XMPP/Jabber: Krypto-Messenger ChatSecure verschlüsselt mit OMEMO-Protokoll

Version 4.0 des iOS-Messengers Chat Secure setzt bei der Verschlüsselung von Nachrichten auf OMEMO. Das hebe die Sicherheit der Chat-Kommunikation auf ein neues Niveau.

Der Krypto-Messenger ChatSecure für iPads und iPhones ist in der Version 4.0 angekommen und beruht auf dem offenen XMPP-Protokoll, oft auch als Jabber bezeichnet. Im Jabber-Netz schließen sich Server unterschiedlichster Betreiber zu einer offenen Kommunikationsplattform zusammen.

Bislang kam bei ChatSecure zur Verschlüsselung das bei XMPP verbreitete Off-the-Record-Protokoll (OTR) zum Einsatz. Das auf dem Signal-Protokoll beruhende OMEMO bietet demgegenüber jedoch einige Vorzüge technischer aber auch praktischer Natur, verkünden die Entwickler. Der heise-Security-Hintergrundartikel „OMEMO für Jabber – eine Einordnung“ zeigt Vor- und Nachteile auf.

OTR ist aber aufgrund der Funktionsweise nicht optimal für den Einsatz auf Smarthpones. So lassen sich etwa verschlüsselte Chats nur aufbauen, wenn beide Kontakte online sind. Diese und weitere Einschränkungen löst der Einsatz von OMEMO. Dafür setzt OMEMO unter anderem auf den Ratcheting-Ansatz des Signal-Protokolls.

OMEMO noch selten

Die Unterstützung von OMEMO ist allerdings noch überschaubar: Zum Beispiel setzt noch die Android-App Conversations auf das Verschlüsselungsprotokoll. Diesen Messenger empfehlen auch die ChatSecure-Entwickler als Alternative für ihren Messenger, denn Ende vergangenen Jahres wurde die Android-Version von ChatSecure eingestellt.

Im Desktop-Bereich setzt Gajim auf OMEMO und ist für Linux und Windows verfügbar. Für den macOS-Messenger Coy.im spielt OMEMO dem Entwickler zufolge keine Rolle. Bei Pidgin steht das Protokoll zumindest auf der To-do-Liste.

Quelle: heise.de

 

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