K-9 Mail

Seit langer Zeit rangiert der eBrief-Client K-9 Mail ganz oben auf der Beliebtheitsskala mancher Android-Nutzer. Der Grund dafür liegt in erster Linie darin, dass die App extrem schnell arbeitet und mit praktisch allen eBrief-Konten klarkommt. K-9 beherrscht POP3, IMAP und Push-Mail, auch mit einem Exchange-Server lässt sich das Programm nutzen, allerdings nur über die Webdav-Schnittstelle, Active Sync unterstützt K-9 Mail nicht.

K-9 beherrscht Push-Mail, sofern das benutzte Konto Push unterstützt. Steht Push nicht zur Verfügung, erfolgt der Abruf der eBriefe wahlweise manuell oder in konfigurierbaren Zeitintervallen. Push funktioniert unter K-9 blitzschnell und zuverlässig. Löscht etwa der Nutzer eine Nachricht in Thunderbird am Computer, verschwindet sie binnen Sekunden auch auf dem Smartphone und umgekehrt. Allerdings läuft das automatische Synchronisieren auch schon mal ins Leere, falls der Nutzer häufig zwischen WLAN und UMTS/GPRS/EDGE wechselt. Im Übrigen ist das Synchronisieren eingehender Nachrichten auch im Hintergrund möglich.

Herausragend an K-9 sind die leistungsfähige Suchfunktion und die Ordnersynchronisation für IMAP. So kann der Nutzer etwa IMAP-Ordnern die Eigenschaft Haupt-Ordner oder Neben-Ordner zuweisen, bzw. mit Hilfe so genannter Synchronisations-Klassen und Push-Klassen festlegen, welche IMAP-Ordner K-9 in die Synchronisation einbezieht. Die Unterscheidung in Haupt- und Neben-Ordner bewirkt, dass K-9 wahlweise alle Ordner, nur die Haupt-Ordner oder nur die Neben-Ordner anzeigt. Die gleichen Optionen gibt es in der Liste beim Kopieren und Verschieben angezeigter Ordner. K-9 kennt allerdings nur einen Namensbereich. Damit funktioniert der Zugriff auf die in vielen Unternehmen gebräuchlichen gemeinsamen IMAP-Ordner nur dann, wenn der Nutzer nicht gleichzeitig private IMAP-Ordner verwendet.

Herunterladen kannst du den eBrief-Client K-9 Mail, wie immer im Google Play Store.

K-9 eBrief-Adresse einrichten

Die Einrichtung der eBriefadresse benötigt nur wenige Schritte. Gib im ersten Fenster deine eBrief-Adresse mit dem dazugehörigen Passwort ein.

Im nächsten Fenster gibst du optional einen Kontonamen an und als zweites den Namen der bei ausgehenden eBriefen Angezeigt wird.

Das war es schon. Jetzt hast du deine eBrief-Adresse eingerichtet und kannst eBriefe mit K-9 senden und empfangen.

K-9 praktisch

Das GUI orientiert sich bei K-9 weitgehend am Original von Google, weshalb K-9 unter Android-Nutzern auch als beste Alternative zu GMail gehandelt wird. Im Unterschied zum Standard-Mailer können K-9-Nutzer die Mail-Ansicht im Eingangsordner wahlweise zweizeilig oder dreizeilig einstellen. Im letzteren Modus zeigt die Liste jeweils die erste Zeile des Inhalts mit an. Außerdem kann der Anwender einzelne oder mehrere eBriefe markieren. Das Markieren einzelner eBriefe erfolgt über das Kontextmenü der Nachricht, wozu der Nutzer auf eine einzelne eBriefe drücken und den Druck eine zeitlang halten muss. Jetzt kann er im Kontextmenü den Eintrag Auswählen drücken, wodurch K-9 am unteren Bildrand die möglichen Optionen Posteingang abrufen , als gelesen/ungelesen kennzeichnen , löschen und mit einem Stern markieren anzeigt. Thunderbird und die meisten eBrief-Clients übernehmen die Stern-Kennzeichnung. Einfacher ist das Markieren sämtlicher eBriefe, wozu der Nutzer nur das Einstellungsmenü der App aufruft.

K-9 konfigurieren

Die wichtigste Einstellung für uns ist die Verschlüsselung der eBriefe. Im Menüpunkt "Kryptographie" setzt du den "OpenPGP-Provider" dann auf "APG". Damit ist die Verschlüsselung nun möglich.

K-9-Integration

Im Nachrichteneditor werden zwei neue Optionsboxen angezeigt, mit denen du das Unterzeichnen oder Verschlüsseln der aktuellen Nachricht aktivieren kannst. Wurde die Verschlüsselungsoption gesetzt, öffnet sich ein APG Fenster, in dem du den Public Key des Empfängers auswählst. Dafür muss der Public Key aber in APG Importiert worden sein. Das kann wie oben erklärt über die Importieren-Funktion von APG passieren oder über eine Suche auf den Keyservern, auf denen PGP Nutzer ihre Public Keys ablegen können.