Firmware flashen und Tor einrichten

Die neue Firmware muss jetzt auf die Fritz!Box gepackt werden, danach kannst du mit der Tor-Konfiguration weitermachen.

Der Make-Befehl spuckt ein Fritz!Box-Image aus, das du im Unterverzeichnis "images" findest. Dieses Image musst du jetzt über die Fritz-Weboberfläche einspielen. Eine Hürde ist jetzt, dass du das Image nur in der Konsole von Freetz-Linux im Zugriff hast und von dort aus nicht ohne Weiteres das Web-Interface der Fritz!Box erreichst. Die Macher von Freetz schlagen zwei Wege vor, wie man das Image von Linux auf Windows transportiert. Wir bevorzugen den Weg über WinSCP. Dazu musst du in Freetz-Linux über den Befehl "ifconfig" die aktuelle IP-Adresse ermitteln und diese als "Rechnername" in WinSCP eingeben.

Dann noch unter Benutzername und Kennwort jeweils "freetz" eingeben und schon lässt sich eine Verbindung aufbauen.

Firmware flashen

Bis jetzt war alles Vorgeplänkel, bisher hast du deiner Fritz!Box noch kein Haar gekrümmt. Das ändert sich, wenn du unter "Einstellungen/System" den Punkt "Firmware Update" auswählst. Dort lädst du das neu erstellte Freetz-Image hoch. Ignoriere dabei den Warnhinweis, dass es sich um kein AVM-Original handelt.

Nach einem Neustart der Fritz!Box solltest du dich wie gewohnt an der Oberfläche anmelden können. Im Menü der Fritzbox findest du jetzt einen neuen Eintrag "Freetz". Alternativ greifst du auch direkt via Port 81, also mit http://fritz.box:81 auf die Freetz-Oberfläche zu. Für den Login verwendest du den Benutzernamen "admin" mit Passwort "freetz".

Tor einrichten

Über ein grafisches Konfigurationsmenü kannst du Tor auf deine Bedürfnisse einstellen. Du kriegst als Voreinstellung einen kompilierten Tor-Proxy. Dieser läuft als reiner Client und ist dein Einstieg ins Tor-Netzwerk. Durch weitere Konfiguraitonsschritte ist es möglich, auch einen Tor-Server einzurichten, doch das ist erstmal nicht nötig.

Wichtig ist, dass du jetzt noch deinen Netzbetrachter als Proxy die Fritz!Box einstellst. Dann surfst du via Tor-Proxy. Ein möglicher nächster Schritt zur weiteren Absicherung wäre die Installation von Privoxy, auch dafür gibt es ein Modul in Freetz, das du beim Punkt "make menuconfig" aktivieren kannst.