Maßnahmen nach einem CN/CS oder Pfefferspray Angriff

Die körperlichen Folgen nach CN/CS-Einsätzen sind vielfältig, jede mögliche Auswirkung bedarf aber einer schnellen Erstversorgung. Je länger Tränengas auf den Körper einwirkt, desto größer ist die Gefahr akuter oder chronischer Schäden.

Bei sämtlichen äußerlichen Einwirkungen von Kampfstoffen ist Wasser das richtige Mittel. Nur durch anhaltendes Spülen lassen sich die Stoffe entfernen. Lass deine Augen von einem Kameraden reichliches mit Wasser spülen, wechsle nach Möglichkeit deine Kleidung, dusche mit kaltem Wasser.

Die einzige Erfolgskontrolle beim Spülen der Augen ist der nachlassende Schmerz. Tritt er nach einiger Zeit wieder auf, sind unter dem Augenlied Tränengasreste geblieben. Du musst erneut versuchen, sie heraus zu spülen. Deshalb sollten keine schmerzstillenden Tropfen genommen werden. Tritt der Schmerz nach Stunden erneut auf, ist evtl. die Bindehaut verletzt oder entzündet. Du solltest dich dann zu einem Arzt begeben.

Dusche zuerst nur mit kaltem Wasser, denn warmes Wasser regt die Durchblutung der Haut an und öffnet die Poren. Erst dann warm duschen, wenn du sicher bist, dass keine CN/CS-Reste mehr auf deinem Körper sind. Beachte, dass beim Waschen der Haare nicht alles wieder in deine Augen gespült wird.

Falls nach dem Duschen Rötungen oder Bläschenbildungen bemerkbar sind, dann sollten sie wie Verbrennungen behandelt werden. Sind sie stark, musst du einen Arzt aufsuchen.

Die andauernde Ausdünstung von CN/CS, gerade bei Kleidern führt zu einer anhaltenden Tränengasaufnahme durch die Atemwege.

Also:

unbedingt Kleider wechseln, in Autos Fenster öffnen! Bei allen Formen von Atembeschwerden, Kratzen im Hals und Atemnot brauchst du erst mal frische Luft. Leute mit Asthma oder Bronchitis sollten sich so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich begeben. Ist die Schleimhautreizung intensiv und kommen zusätzlich Schmerzen in der Brust, evtl. Blutspucken hinzu, dann musst du dich in kundige Hände begeben. Bei Atemnot besteht die Gefahr eines Lungenödems. Ärztliche Behandlung ist unbedingt notwendig!

Die Reaktionen auf Kampfstoffe sind von Mensch zu Mensch verschieden. Schwerwiegende Folgen können auch Tage später entstehen, ganz abgesehen von Langzeitschäden wie Allergien, Bindehautschädigungen, Atemwegerkrankungen und Hautausschlägen.


Pfefferspray:

Natürlich sind die oben genannten Punkte auch bei einer Pfeffersprayattacke anzuwenden.

Es hat sich nun aber herauskristallisiert, dass eine sterile physiologische Kochsalzlösung einen sofortigen Abklang der Wirkung des Pfeffersprays bewirkt.

Erste-Hilfe-Spray für schnelle sterile Augen- und Wundreinigung. Das Spray wurde speziell für die sterile Reinigung und Linderung nach dem Einsatz von Pfeffersprays und anderen Reizstoffsprays entwickelt. Es bietet aber auch schnelle Hilfe bei sonstigen Augen- und Hautreizungen und kann auch zur Reinigung verschmutzter Wunden eingesetzt werden.

Einfach die Augen, Haut oder verschmutzte Wunde aus etwa 20 cm Entfernung besprühen. Bitte vermeiden Sie direkten Kontakt zwischen Sprühdose und Haut oder Wunde. Inhalt 100 ml sterile physiologische Kochsalzlösung.

Preiswerter kann man aber auch in jeder Apotheke oder in einer gutsortierten Drogerie Kochsalzlösung beziehen. Dort gibt es kleine handliche Flaschen sowie auch große 1 Liter Flaschen mit praktischem Aufsatz.