Was kommt nach dem "Outing" ?

Ein "Outing" kann viele Folgen haben. Wir denken da zuerst an gewalttätige Übergriffe, an Entglasung der Wohnung oder Brandanschläge auf unsere Fahrzeuge. Oftmals ist das auch der Fall. Aber es kann auch andere Folgen geben, die wir zunächst gar nicht bemerken, wenn wir nicht besonders wachsam sind.

Wenn der Feind erst mal weiß, wo man wohnt, dann kann er einem überall hin folgen. Wo immer man von seiner Wohnung aus hinfährt, können Linksextremisten hinter einem her schnüffeln. Zur Arbeit, zu Freunden, zum Sportverein, zu internen Treffpunkten vor Demos, zu Lokalen oder was auch immer. Es sind also auch andere durch dieses "Outing" gefährdet, die vielleicht selber noch gar nicht geoutet wurden. Über diese Gefahr muß man sich als Betroffener im Klaren sein.

Wenn man selber die eigene Wohnung verläßt, sollte man je nach Wohnlage sehr viel umsichtiger sein, als man es vielleicht vorher war. Seht es mit den Augen der Angreifer und überlegt euch: Wie würdet ihr am besten angreifen? Von wo aus würdet ihr am besten observieren? So ermittelt ihr die Schwachpunkte in eurem Wohnumfeld und achtet künftig besser darauf. Auch auf das eigene Fahrzeug sollte mehr geachtet werden, sofern man keine abschließbare Garage hat. Vor dem Losfahren kann ein Blick unters Fahrzeug nicht schaden, denn ausgelaufene Bremsflüssigkeit aus angeritzten Schläuchen ließe sich so noch rechtzeitig feststellen. Ebenso, ob der Auspuff z.B. mit Bauschaum verstopft wurde, ob sich jemand am Tankdeckel zu schaffen gemacht hat oder ob die Reifen stark an Luft verloren haben.

Hat man sich von zu Hause aus auf den Weg gemacht, sollte man immer darauf achten, ob einem jemand folgt. Mancher Aktivist hat vielleicht schon mal erlebt, daß er von staatlichen Stellen observiert und verfolgt wurde, aber die Unbekannten vor der Wohnung können auch ganz andere Verfolger sein. Greift aber im Verfolgungsfall nicht zu rechtswidrigen Verhaltensweisen, ihr schadet euch damit nur selbst. Wichtig ist, daß man so viel wie möglich über seine Verfolger dokumentiert und ihnen zu erkennen gibt, daß sie aufgeflogen sind. In Absprache mit einem Anwalt lassen sich dann ggf. die nötigen rechtlichen Schritte einleiten.