Kosten für den Anwalt

Versuche mit dem Anwalt ein Gestgeld auszuhandeln. Sage ihm wie viel Geld du zur Verfügung hast und bitte ihn darum, dich für einen Festbetrag zu verteidigen. Schlage vor für die Rechtszüge z.B. 1000 Euro zu veranschlagen. Die meisten Anwälte gehen darauf ein. Schnell könnten die Kosten immens steigen und Du bekommst nach deiner Freilassung eine sehr hohe Rechnung. Mit dem Festbetrag kann dir das nicht passieren.

Solltest du sehr knapp bei Kasse sein, versuche ob du die Kosten auf den Staat abwälzen kannst. Du oder dein Anwalt können Prozesskostenbeihilfe (PKH) beantragen. Wenn du kein Einkommen hast, Arbeitslos oder von Sozialhilfe lebst, solltest du unbedingt PKH beantragen. Ein Formblatt ausfüllen, bei Gericht beantragen und der Staat übernimmt einen Prozentsatz deiner Anwaltskosten. Oftmals sogar fast 70 bis 90 %. Dann brauchst du dir keine Sorgen um das finanzielle machen, und du klagst gegen den Staat mit seinem eigenem Geld. Dann kann auch dein Anwalt die Kosten voll ausnutzen und arbeitet motivierter an deiner Freilassung.

Versuche mit dem Anwalt alle Fehler aufzudecken die Beamte bei der Festnahme, Durchsuchung usw. gemacht haben. Viele Kameraden sind aus der Haft wieder entlassen worden, weil übereifrige Polizeibeamte und Staatsanwälte "Formfehler" gemacht haben und somit rechtswidrig eine Inhaftierung angeordnet haben. Wenn ihr die Fehler dem Richter glaubhaft darlegt wird er schnell seinen Haftbefehl fallen lassen und ihr werdet aus der Haft entlassen.

Der Fehler der oftmals von Behörden gemacht wird ist, dass du zu übereifrig bei einem Verhör in die Mangel genommen wurdest und unter psychischem Druck zur Aussage "gezwungen wurdest". Kannst du das beweisen bist du so gut wie frei. Bedenke dass du alle Aussagen, mit einem guten Grund, widerrufen kannst. Als Gründe könntest du Psychodruck oder Alkoholeinfluss nennen.

Sobald du wieder auf freiem Fuß bist, versuche den Alltag, z.B. deine Arbeit wieder herzustellen damit du nicht in einem "Haftloch" steckst und Monate brauchst um dich auf den Alltag im "großen Knast" einzustellen