Elektroschocker

Ein Elektroschocker ist ein handliches Gerät, welches mit einem oder mehreren 9-Volt-Blöcken arbeitet. Das Gerät gibt bei Auslösung einen Stromimpuls mit einer sehr hohen Spannung ab (Elektroimpulsgeber), was Angreifer außer Gefecht setzen soll.

Um diese Waffe zu Führen muss ein Prüfsigel vorliegen und man muss 18 Jahre alt sein

Der live-Test eines Fernsehsenders brachte es ans Tageslicht. Elktroschocker sind zur Selbstverteidigung nicht geeignet. Die Geräte wirken nur im Nahkampf, denn es muss ein direkter Kontakt zwischen Elektroschocker und Angreifer bestehen. Um Die Wirkung voll entfalten zu können, muss der Kontakt zwischen Angreifer und Elektroschocker gehalten werden (1-5 Sekunden)! Zuckt der Angreifer nach dem ersten Kontakt also schnell zurück, hat er zwar einen kurzen Schmerz verspürt, ist aber nicht außer Gefecht. Außerdem kann dicke Kleidung ebenso wie Alkohol, Drogen und Adrenalin die Wirkung massiv abschwächen.

Das ist gerade für Frauen (aber nicht nur) absolut ungeeignet. Wenn der Angreifer körperlich überlegen ist, kann das Opfer den Schocker entweder gar nicht zur Anwendung bringen oder das Gerät wird sogar gegen das Opfer selbst eingesetzt.

Rechtliches

Elektroschocker müssen ein amtliches unbedenklichkeits-Prüfsiegel aufweisen (PTB - Physikalischen Technischen Prüfanstalt). Sie sind an Personen über 18 Jahren frei verkäuflich. Die sogenannten "Taser", also Elektroschocker die auf Distanz wirken, sind seit dem 01. April 2008 generell verboten und dürfen nicht mehr verkauft oder geführt werden.

Problem Handhabung

Ein Problem ist auch die Handhabung an sich. Meist besitzen die Geräte eine Sicherung, welche zunächst deaktiviert werden muss. Anschließend muss noch die Auslösung bedient werden - dass alles kann im Eifer des Gefechts schon viel zu kompliziert sein.

Problem Batterie

Die Batterien im Schocker können sich entladen, wenn sie nicht regelmäßig überprüft werden. Dann ist das Gerät im Einsatzfall wirkungslos.

Fazit

Zum Zwecke der Selbstverteidigung sind Elektroschocker nur für Profis geeignet. Die Handhabung ist zu kompliziert, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Abwehr zu gering und die Gefahr der Anwendung gegen das Opfer selbst bzw. die Gefahr, dass die Geräte nicht funktionieren zu hoch.