Schreckschuss- Gaspistolen

Legale Schreckschusswaffen müssen über ein PTB Siegel der Physikalischen Technischen Prüfanstalt verfügen. Ab 18 Jahren kann man sie kaufen und auch auf seinem Privatgelände führen. Für das Führen in der Öffentlichkeit, benötigt man aber einen kleinen Waffenschein.

Schreckschuss- Gaspistolen sind Abwehrmittel, die das Aussehen einer Schusswaffe haben. Bei Auslösung wird mit der passenden Munition ein Gasgemisch abgegeben. Im Regelfall handelt es sich um CS-Tränengas bzw. Pfeffergas. Die Reichweite von 9mm-Pfeffermunition ist größer als bei den meisten Pfeffersprays. Auch sind nicht alle Sprays zuverlässig, d.h. mehr als einmal sprühen (3-4 Sek.) ist meist nicht möglich. Eine Schreckschusspistole wird jedoch mit mehreren Patronen geladen. Anschließend kann durch Auslösung mehrmals ein Gasgemisch abgegeben werden. Das CS-Tränengas bzw. Pfeffer-Gas soll den Angreifer in die Flucht schlagen.

Das Problem liegt in der Handhabung. Im Ernstfall kann die "Waffe" sehr leicht gegen das Opfer verwendet werden. Bei Auslösung nahe am Körper entsteht ein großer Druck, was zu schweren Verletzungen der Haut führen kann deshalb halte immer genügend abstand zu dem Angreifer.

Wenn man nicht erst droht und "Cowboy spielt" kann man eine Schreckschusspistole genauso unvermittelt einsetzen wie ein Prefferspray - und dann fliehen. Es ist jedoch sinnvoll mehrmals hintereinander zu schießen - auch wechselweise mit Gas- und Knallpartonen, um den Druck auf die jeweils folgende Gaspatrone zu verstärken. Hinzu kommt der laute Knall, er kann zusätzlich irritieren und der Angreifer fürchtet auch - falls er nicht ganz ausgeschaltet ist -, dass Anwohner womöglich die Polizei anrufen usw.

Ist das Magazin leer geschossen und der Angreifer ist immer noch nicht in die Flucht geschlagen kann man mit dem Griff einer Schreckschusswaffe auch zuschlagen.

Eine Schreckschusspistole ist auffälllig und kann schwerer verdeckt getragen werden. Sieht der Angreifer die Pistole, kann es zur Eskalation kommen. Ein weiteres Problem: Auch Unbeteiligte können zunächst nicht unterscheiden ob es sich um eine echte Waffe handelt. Eine echte Gefahrenquelle, auch oder vorallem beim Kontakt mit der Polizei.

Rechtliches

Der Erwerb einer Gaspistole ist erlaubnisfrei. Zum Führen in der Öffentlichkeit wird der "kleine Waffenschein" benötigt, den man sich bei seiner örlichen Behörde beantragen kann. Dieser Waffenschein muss immer mitgeführt werden.

Hast du kein sauberes Führungszeugnis oder bist bei der Polizei als "Rechts" eingestuft beantrage lieber niemals einen kleinen Waffenschein und führe dementsprechend auch keine Schreckschusspistole in der Öffentlichkeit, andernfalls kann dir unter umständen sogar ein Mitführverbot von erlaubnisfreien Waffen auferlegt werden!

Abfeuern einer Schreckschusswaffe bei Feiern oder zur Jahreswende

Dieser Beitrag befasst sich mit den räumlichen Rahmenbedingungen in Berlin.

Richtig ist

  • Wer mindestens 18 Jahre alt ist, darf eine zugelassene SRS-Waffe (Schreckschuss-, Reizstoff oder Signalwaffe) kaufen und zu Hause aufbewahren.
  • Wer einen "Kleinen Waffenschein" hat, darf eine zugelassene SRS-Waffe in der Öffentlichkeit führen.
  • Auch wer einen "Kleinen Waffenschein" hat, darf draußen nicht mit einer SRS-Waffe schießen.
  • Eine Ausnahme bildet das Schießen mit Platzpatronen auf dem eigenen Grundstück, wozu ausdrücklich nicht der wohnungseigene Balkon zählt.

Was bedeutet das?

Das Schießen mit SRS-Waffen nur zum Vergnügen ist - nicht nur zur Jahreswende - verboten und wird mit empfindlichen Geldbußen geahndet. Wir sind uns sicher, dass du keine Post von den Bullen erhalten möchtest. Lasse also bitte die SRS-Waffen bei Feierlichkeiten oder an Silvester - zu deiner eigenen Sicherheit - am besten Zuhause.

SRS- Schreckschusswaffen Fazit

Schreckschusspistolen sind als Selbstverteidigungsmittel sehr wohl geeignet. Jedoch muss es der Träger einer solchen Waffe auch sein.