Schlagstock

Ein Schlagstock ist eine Hiebwaffe aus Metall, Holz oder Gummi. Durch die Verstärkung der Muskelkraft soll ein Angreifer kampfunfähig gemacht werden.

Ein Schlagstock ist als Selbstverteidigungswaffe eher ungeeignet. Die Stöcke sind nicht nur unhandlich und schwierig zu verstauen, sie sind meist auch mehr oder weniger schwer. Für ungeübte Nutzer ist es fast unmöglich, sich nicht entwaffnen zu lassen, jedoch wenn man den Schlagstock unmittelbar nach dem ziehen einsetzt, hat selbst ein Meister nicht die Zeit zu entwaffnen. Das nötige mass an Übung beschränkt sich darauf, den Schlagstock zu ziehen und den ersten Schlag zu machen. In 99% der Kämpfe ohne Rüstung entscheidet der erste Schlag über den ausgang des Kampfes.

Weiterhin ist eine schwere Verletzung des Täters wahrscheinlich. Dies könnte anschließend je nach Fall zivilrechtliche Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Im entgegengesetzten Fall ist nach einer Entwaffnung des Opfers durch den Täter eine Verletzung des Opfers wahrscheinlich.

Ein Schlagstock kann in Deutschland ab 18 Jahren gekauft werden aber gilt als Waffe (§42a WaffG)! Für das Führen in der Öffentlichkeit muss ein "berechtigtes Interesse" vorliegen. Dieses Interesse ist (laut dem Bundesinnenministerium) mit dem Argument Selbstschutz nicht gegeben. Hier muss z.B. ein berufliches Interesse (privater Sicherheitsdienst) vorliegen.

Fazit

Ein Schlagstock ist als Mittel zur Selbstverteidigung unpraktisch und eher nicht zu empfehlen. Zu schwer wiegen die Nachteile im Gegensatz zu anderen Mitteln der Selbstverteidigung.