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Die Party ist vorbei

Jeder kennt den bekannten Ausdruck: „Zeit ist Geld“, das mag stimmen aber vorallem ist Zeit eines, nämlich rar und darum sehr kostbar.

Jeder von uns hat Schwerpunkte in seinem Leben, für die definitiv und unweigerlich Zeit verwendet wird. Egal ob im Familienleben, die Arbeit im Schichtbetrieb oder auf Montage, Sport/Trainingseinheiten, Erledigungen oder organisatorische Dinge, die hier und da anfallen, von Hobbys denen wir hier und da nachgeben, um einfach mal abzuschalten wollen wir gar nicht erst anfangen. Letzteres ist dabei für viele wohl eher Luxus.

Nicht miteingerechnet ist dann natürlich noch die Zeit, die im bürokratischen Zettelkrieg immer und immer wieder anfällt und mit dem uns das System quasi so in einem kompletten Tätigkeitstaumel halten möchte.

Ein Jahr hat 52/53 Wochenenden, hier setzen wir mal an. Jeder kann überlegen, wieviele Leute er kennt und wie oft z.B. Geburtstag gefeiert wird und wieviele Wochenenden nun dafür draufgehen. Weiter bleibt es bei Geburtstagsfeiern ja nicht nur im engen Umfeld sondern als Gruppierung (Kameradschaft, Bruderschaft, Aktionsgruppe etc.), egal welcher Art lädt man sich gegenseitig ein und ruft auf zu Jubiläen und Festen, derer Motto scheinbar keine Grenzen kennt, so ziemlich alles wird als Grund hochgezogen um die Korken knallen zu lassen:

– Das neue Clubhaus wird eingeweiht
– etwas ist am Club kaputt
– „Ich bin jetzt 20 Jahre Neonazi“
– Schulden bei Miete oder Stromkosten
– von irgendwem wurde mal wieder das Auto abgefackelt
– 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 jähriges Jubiläum der Truppe XY
– irgendein Liedermacher hat heut Abend noch nichts vor
– Geburt des Kindes
– aus dem Knast entlassen
– Haftantritt
– Abgrillen
– Angrillen

Man könnte die Liste ins Unendliche erweitern.
Von der Zeit, Energie und den finanziellen Mitteln die aufgefahren werden um bestimmte Partys dann doch noch trotz „Staatswillkür“ durchzusetzen, wollen wir auch hier gar nicht erst anfangen.

Wenn wir nun also einen Bund haben, der sich einem gemeinsamen Kampf hingibt oder hingeben will, wird die gemeinsame Zeit dieser Männer noch mehr eingekürzt, ganz einfach weil sich gerade im Bereich der Arbeit meist viel überschneidet.
Viele werden sich hier beim lesen schnell wiederfinden und nun sollten wir mal wieder den Kopf einschalten. Die meisten haben nicht nur mit einer handvoll Leuten vor Ort zu tun sondern pflegen Kontakte über mehrere Bundesländer oder sogar fast bundesweit. Nimmt man nun also alle Freunde und deren Anlässe und überträgt sie auf genannte und weitere Feierstunden, reicht selbst ein Bruchteil davon aus, um kein einziges freies Wochenende mehr im Jahr zu haben. Oft ist es ja so, dass mehrere Sachen an einem Abend steigen und dann vor der großen Entscheidung gestanden wird, welchem feierlichen Anlass man denn nun die Ehre gibt.
Ruckzuck ist jeder Teilnehmer nun selbst in der wenigen freien Zeit die ihm bleibt, in einem Beschäftigungstaumel, den jedes tyrannische System mit Kusshand begrüßt.
Sonnabend oder Freitag Anfahrt, Gläser klirren lassen und Sonntag die verkaterte Rückfahrt, so sehen die Wochenenden vieler stolzer Deutscher aus.
Sicher gibt es Veranstaltungen, derer Sinn nobel gemeint ist aber wir müssen uns nicht die Nächte um die Ohren schlagen um jemandem Solidarität zu zeigen, dafür reicht in der Regel eine Bankverbindung. Wir müssen auch nicht 2 Stunden Vortrag oder Schulungen mit zig Stunden Livemusik krönen um Gehörtes gleich wieder zu vergessen statt zu verinnerlichen. Ebenfalls müssen wir auch nicht jeden Geburtstag oder jedes Jubiläum egoistisch feiern als gebe es kein Morgen. Bedenkt einfach folgendes, wir befinden uns in einer Zeit, die als Kampfzeit anzusehen ist.
Hier ist also ein gemeinsames Wirken, ein gemeinsamer Aufbau und eine dadurch gemeinsame Stärkung wichtiger als ein gemeinsames Wegspühlen.

Es wurde mal gesagt: „Die Deutschen haben etwas, was kein anderes Volk auf dieser Erde hat, etwas wundervolles, nämlich Pflichtbewußtsein.“

Was wir also brauchen sind Männer mit diesem Pflichtbewußtsein, die sich fest auf einer gemeinsamen Weltanschauung zusammenschließen und ihre Ziele ohne Kompromisse trotzig verfolgen. Ein positiver Nebeneffekt in so einer Gemeinschaft ist neben aller Pflicht und Tatendrang immer eine ehrlich gewachsene Freundschaft und natürlich auch Spaß. Was aber niemanden voran bringt sind Freundschaften und Spaßgesellschaften wo jeder andere Ziele verfolgt.

Drum: Freundschaft durch Wirken, Pflicht und Tatendrang und nicht durch Freundschaften zur Tat und Pflicht.
Die Zeit, die uns überhaupt noch zusammen bleibt ist goldwert und somit absolut sinnvoll zu nutzen!

Original-Text von: Der Freiwillige

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