SfN
blank

Deanonymisierung – Anonymität und IP-Verschleierung testen

Wenn du das Tor Netzwerk nutzt, hast du schon einiges für deine Anonymität im Weltnetz getan. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Verwendung des Tor-Browsers und des Tor-Netzwerks in der Regel dazu dient, die Anonymität und Privatsphäre der Benutzer zu schützen. Dennoch gibt es einige potenzielle Szenarien, in denen die Anonymität gefährdet sein könnte. Hier sind einige Tücken der Anonymität im Zusammenhang mit dem Tor-Browser und wie man sich davor schützen kann:

  1. Fehlkonfiguration: Wenn der Tor-Browser falsch konfiguriert ist oder Lecks aufweist, könnte dies dazu führen, dass deine Identität versehentlich preisgegeben wird. Stelle sicher, dass du die offizielle Tor-Browser-Version verwendest und keine Erweiterungen hinzufügst, die deine Anonymität gefährden könnten.
  2. Schadhafter Code: Schadhafter Code in Websites oder Downloads könnte deine Anonymität gefährden. Achte darauf, nur vertrauenswürdige Websites zu besuchen und keine Dateien aus unsicheren Quellen herunterzuladen.
  3. JavaScript und andere Skriptsprachen: JavaScript kann dazu verwendet werden, bestimmte Informationen über deinen Browser zu sammeln, die zur Deanonymisierung führen könnten. Du kannst JavaScript im Tor-Browser deaktivieren oder auf “Sicherheitsstufe hoch” stellen, um dies zu minimieren, aber bedenke, dass einige Websites ohne JavaScript möglicherweise nicht ordnungsgemäß funktionieren.
  4. DNS-Lecks: Unzureichend konfigurierte Systeme können DNS-Lecks verursachen und deine tatsächliche IP-Adresse preisgeben. Stelle sicher, dass dein System so eingerichtet ist, dass es das Tor-Netzwerk für DNS-Anfragen verwendet.
  5. Fehlende Aktualisierungen: Halte den Tor-Browser und das Betriebssystem auf dem neuesten Stand, um von den neuesten Sicherheitsverbesserungen zu profitieren.
  6. Login-Informationen: Das Einloggen in persönliche Konten oder soziale Medien über das Tor-Netzwerk kann dazu führen, dass du versehentlich persönliche Informationen preisgibst, die zur Deanonymisierung führen könnten. Es wird empfohlen, solche Aktivitäten zu vermeiden.
  7. Soziale Ingenieurskunst: Phishing-Angriffe oder manipulative Versuche könnten dazu verwendet werden, dich dazu zu bringen, unbeabsichtigt Informationen preiszugeben. Sei vorsichtig beim Umgang mit Links und Anfragen von unbekannten Quellen.

Es ist wichtig zu betonen, dass das Tor-Netzwerk und der Tor-Browser in der Regel sehr wirksame Mittel zur Wahrung der Anonymität sind, solange sie korrekt verwendet werden. Wenn du dich jedoch besonders um deine Anonymität sorgst oder in einer risikoreichen Umgebung agierst, solltest du dich mit den besten Praktiken und Sicherheitsvorkehrungen vertraut machen und vielleicht sogar professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Ohne diese Schutzvorkehrungen nützt dir auch das anonyme Tor Netzwerk nichts – Du bist unter Umständen weiter identifizierbar.

Wir wollen jetzt testen, ob der Tor Browser deine tatsächliche IP-Adresse vernünftig
verschleiert. Ob dir dies gelungen ist, stellst du einfach fest, indem du deine tatsächliche IP-Adresse mit derjenigen vergleichst, die dein Gegenüber im Weltnetz zu sehen bekommt. Sind beide IPs identisch, kannst du identifiziert werden. Sind sie unterschiedlich, hast du deine Spuren beim “Surfen” erfolgreich verschleiert.

Stelle nun zunächst einmal deine derzeitige IP-Adresse fest. Dazu musst du je nach deinem Betriebssystem etwas unterschiedlich vorgehen:

  • Windows XP, Vista und 7: Start > Ausführen > cmd. Jetzt öffnet sich ein schwarzes Fenster, die Eingabeaufforderung von Windows. Tippe hier einfach ipconfig /all ein. Hier siehst du alle Einstellungen, die mit deiner Verbindung zusammenhängen.
  • Windows 8 bis 11: Zusätzlich zur alten Weise kannst du hier mit einem Rechtsklick auf das Windows-Symbol ein Menü öffnen, in diesem öffnest du den Terminal und tippst hier ipconfig /all ein. Auch hier siehst du alle Einstellungen, die mit deiner Verbindung zusammenhängen, eben auch deine derzeitige IP-Adresse.

Aktiviere den Tor-Browser

Nachdem du deine eigene IP-Adresse festgestellt hast, solltest du inzwischen, sofern noch nicht geschehen, den Tor-Browser starten oder deinen Netzbetrachter so einstellen, dass du über das Tor-Protokoll im Weltnetz surfst.

Jetzt besuchst du die Seite www.s-f-n.org/ip. Dort siehst du. welche Spuren du im Netz hinterlässt. Dies fängt bei deiner IP-Adresse an und hört bei deiner Bildschirm-Auflösung auf. Vergleiche jetzt deine notierte, echte IP-Adresse mit der angezeigten IP-Adresse.

Wenn die beiden Adressen unterschiedlich sind, hast du einen guten Schritt in Richtung Anonymität im Weltnetz getan.

2 Kommentare

Artikel Update
Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert: vor 6 Monaten.
Wenn du Fragen oder Anregungen zum Artikel hast, kannst du uns gerne Kontaktieren.

Inhalte melden

Beiträge, Kommentare und sonstige Veröffentlichungen in der SfN Hauptseite werden vor dem Hintergrund der gültigen Gesetzgebung in der BRD überprüft. Sollte dennoch der Verdacht bestehen, dass ein Beitrag gegen Gesetze verstoßen könnte und / oder Beschwerden sonstiger Art vorliegen, wird gebeten, die Redaktion zu kontaktieren, um den bedenklichen Inhalt zu überprüfen bzw. entfernen.


blank

blank

Es liegt an dir selbst, was du für dich und deine Sicherheit übernimmst.