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System aufräumen mit BleachBit (CCleaner-Alternative)

Programme wie Browser, Office-Suiten und natürlich die Betriebssysteme selbst sammeln über die Jahre immer mehr temporäre Dateien an. Wollt ihr diese löschen, könnt ihr auf systemeigene Tools zurückgreifen – doch die löschen längst nicht alles. Als externes Tool galt lange Zeit der cCleaner als Nonplusultra. Blöderweise fällt das Tool seit der Übernahme durch Avast aber immer wieder durch unseriöse Machenschaften auf. Die Lösung kommt einmal mehr aus der Open-Source-Ecke: BleachBit, Stand dieses Leitfadens in Version 4.4.2 verfügbar, löscht zuverlässig Cookies, temporäre Dateien und andere Rückstände, ohne Euch dabei auszuspionieren oder fragwürdige Software zu installieren.

Warum ich den CCleaner nicht mehr nutze

Jahrelang galt der einst von Piriform entwickelte CCleaner als erste Anlaufstelle, wenn es um die Reinigung von temporären Dateien unter Windows ging – kein Wunder, ist die Featureliste des Tools doch unerreicht. Leider hat der Ruf des einst wirklich tollen Programms in den vergangenen Jahren diverse Kratzer und Beulen abbekommen.

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Hach Ccleaner, du warst mal so nett…

Zwar funktioniert das reine PC-Aufräumen mit dem CCleaner nach wie vor. Doch blöderweise neigt das Programm seit der Übernahme durch Avast dazu, bei gefühlt jedem zweiten Versionsupdate neue, überaus fragwürdige „Features“ einzuführen.

Beispiele gefällig? Nun, der „Klassiker“ ist natürlich die Malware, die mit Version 5.35 ausgeliefert wurde. Lässt sich das noch als Versehen kategorisieren, sind die diversen Male, mit der Updates fiese Dinge untergejubelt haben, für mich ein No-Go.

Da wäre zum Beispiel die ungefragte Installation eines dauerhaft laufenden Systemdienstes, das Aufzeichnen von Benutzerdaten, die Anzeige von Werbe-Popups etcpp.

Ja, man kann darauf hinweisen, dass es ja immer nur um einzelne Versionen ging und die Entwickler danach auch recht schnell wieder zurückruderten, aber ich habe diese ständige DP-Masche satt und mache daher seit geraumer Zeit einen Bogen um CCleaner (und eigentlich sämtliche Avast-Software, aus guten Gründen).

Doch es gibt ja glücklicherweise die wunderbare Welt der quelloffenen Software. Genau aus dieser stammt BleachBit, meine Top-Alternative zum geächteten CCleaner. Das Programm steht der Kernfunktion des CCleaners, dem Aufspüren und Löschen überflüssiger Dateien, in Nichts nach.

Gut, alle Features deckt es nicht ab. Aber Autostarts kann man auch mit Windows-Bordmitteln managen, der Uninstaller von CCleaner hat praktisch keine Sonderfunktion und wer meint, dass das Löschen von Registry-Einträgen irgendeinen Geschwindigkeitsvorteil mit sich bringt, glaubt auch an Heilkristalle oder den gebenden Blick.

BleachBit: Elemente für die Reinigung auswählen

BleachBit gibt es neben Windows auch in einer Version für Linux und sogar für den Mac. Wir konzentrieren uns hier aber auf die Windows-Ausgabe. Ladet das Programm also wahlweise als Installer oder als portable Version herunter und installiert es.

Nach dem Start von BleachBit zeigt euch das Programm eine Liste aller Programme und Systembereiche an, die es säubern kann. Klickt ihr auf einen Eintrag, bekommt ihr rechts eine kleine Zusammenfassung darüber, was es damit auf sich hat.

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BleachBit verrät Euch im Detail, was es reinigt und warum.

Setzt einfach ein Häkchen bei allen Elementen, die ihr zur Überprüfung bzw. Systemreinigung hinzufügen möchtet. Alternativ könnt ihr auch den Haken neben dem jeweiligen Programm setzen, um alle Unterpunkte zu aktivieren.

Ihr könnt alle Elemente hinzufügen, ich rate euch jedoch zwei Elemente auszusparen:

  • Freier Speicherplatz: Überschreibt den freien Speicherplatz, um gelöschte Daten zu verstecken
  • Shellbags: Das Nutzungsdatum, die Fensterposition und andere Daten für Ordner löschen

Wie das mit solchen Tools so ist, können sie gegebenenfalls auch “Schaden” anrichten. So kann BleachBit etwa gespeicherte Passwörter aus eurem Browser löschen. Praktischerweise warnt euch das Programm vor solch radikalen Schritten.

 

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Schön: Bevor Ihr Eure Passwörter aus Firefox und Co. löscht, werdet Ihr sicherheitshalber nochmal von BleachBit gefragt, ob das wirklich so gewollt ist.

Systemreinigung mit BleachBit durchführen

Seid ihr mit eurer Auswahl zufrieden, klickt ihr oben links auf das kleine Lupen-Symbol. BleachBit durchforstet nun sämtliche ausgewählten Bereiche, was ein paar Minuten dauern kann. Sobald der Suchvorgang abgeschlossen ist, zeigt das Programm eine Vorschau aller zu löschenden Elemente.

Leider ist es hier nicht möglich, einzelne Dateien vom Löschvorgang auszuschließen. Seid ihr euch also bei einer bestimmten Datei nicht sicher, deaktiviert lieber die entsprechende Option oder erstellt vorher eine Sicherheitskopie.

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Wenn ihr mit der Auswahl zufrieden seid, klickt auf das Besen-Symbol in der Symbolleiste von BleachBit. Bestätigt nun den Löschvorgang, um Eure Festplatte aufzuräumen. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, könnt ihr euch über mehr Speicherplatz freuen.

BleachBit: Weitere Funktionen

BleachBit kann wie gesagt nicht GANZ so viel wie CCleaner, dennoch hat das Tool noch einige nette Features in der Hinterhand. Um diese zu erreichen, klickt ihr auf das BleachBit-Symbol oben links. Besonders nützlich sind hier die diversen Shredder-Funktionen. Damit könnt ihr einzelne Dateien, Ordner oder ganze Laufwerke durch mehrfaches überschreiben sicher löschen.

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BleachBit kann mehr, als nur temporäre Dateien zu löschen.

Fun Fact: Laut Entwicklern nutzten auch die IT-Leute von Hillary Clinton das Tool, um PCs sicher zu löschen. Okay, ich gehe mal davon aus, dass wohl die wenigsten unser Leser ins Visier von höchsten Ermittlungsbehörden kommen dürften. Trotzdem könnt Ihr das Programm auch einfach dazu nutzen, beispielsweise beim Rechner-Verkauf dafür zu sorgen, dass die Neubesitzer keine Dateien wiederherstellen können.

So, alles in allem ist BleachBit eine sehr gute Alternative zum verbaselten CCleaner. Falls ihr einen Blick in den Quellcode des Programms werfen möchtet, könnt ihr das jederzeit bei GitHub tun.

1 Kommentar

  • Wem sicher nicht sicher genug ist oder wer einfach nur für den Fall der Fälle eine Alternative kennen möchte, ohne lange suchen zu müssen, der findet zur Konkurrenz der Superlöscher einen interessanten Kommentar bei http://www.BleachBit.org

    “I stopped using software from companies like Jettico or Blancco because their boasts about supporting Gutmann or any of the DOD methods means […]”

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