Suchmaschine gleich Suchmaschine?

Letzte Aktualisierung am 02.03.2017

Google dürfte wohl die meist bekannteste und zugleich meist verwendete Suchmaschine im Weltnetz darstellen. Google ist aber nicht nur das, sondern auch ein extremer Datensammler. Vielleicht sogar extremer als so mancher selbsternannter Extremist.

Das Portal Spiegel-Online schrieb dazu unter anderem folgendes:

Seit Montag protokolliert Google Ihr Suchverhalten auch dann mit, wenn Sie keinen Google-Account haben. Jede Suchanfrage wird gespeichert, 180 Tage lang. Verbunden mit der IP-Adresse und der Kennung Ihres Browsers - also nicht mit Ihrem Namen. Den kennt Google nur, wenn Sie auch noch eine entsprechende Google-Mail-Adresse oder für andere Online-Anwendungen einen Google-Account eingerichtet haben. Ist das der Fall, weiß der Konzern ohnehin sehr viel darüber, was Sie online tun - und zwar ohne Zeitbeschränkung.
Und wenn Sie auch noch den Google Chrome Browser oder eine Google Toolbar installiert haben sollten, speichert Google nicht nur alles, wonach Sie je gesucht haben und alle Suchergebnis-Links, die Sie je angeklickt haben, sondern auch noch alles andere, was Sie mit ihrem Browser machen.

Zu der extremen Sammelwut der "Googleaner" kommt noch hinzu das Google.de im Gegensatz zu Google.com zensiert und streng nach den vorgeschriebenen politisch korrekten Dogmen handelt. Wenn man also überhaupt Google verwenden will, so sollte man die deutschsprachige Google.com Version verwenden, die der Google.de Version in Sachen Suchen in Nichts nach steht. Generell können wir dem Gebrauch von Google, und da macht es keinen Unterschied ob .com oder .de, aber nur abraten.

Wir wollen dir stattdessen das Verwenden der folgenden Suchmaschinen ans Herz legen:

www.ixquick.com wird von der niederländischen Firma Surfboard Holding B.V. betrieben. Die Suchmaschine speichert keine IP-Adressen und generiert keine Profile der Nutzer. Diese Meta-Suche fragt mehrere externe Suchmaschinen an, aber nicht Google. Ixquick.com wurde im Jan. 2009 mit dem Datenschutzsiegel EuroPriSe zertifiziert.

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www.startpage.com wird ebenfalls von Surfboard Holding B.V. betrieben und ist mit dem Datenschutzsiegel EuroPriSe zertifiziert. Die Suchmaschine bietet privacy-freundlichen Zugriff auf die Google-Suche, ist also einen ideale Ergänzung zu Ixquick.com. Den Ixquick-Proxy zum anonymen Aufruf der Webseiten aus den Ergebnissen kann man mit Startpage auch nutzen.

Es handelt sich dabei um Metasuchmaschinen. Das bedeutet, sie bekommen von dir eine Anfrage und leiten diese dann an andere Suchmaschinen weiter. Die "besten" Ergebnisse werden gesammelt und dir dann letztlich angezeigt. An wie viele Suchmaschinen eine Metasuchmaschine die besagte Anfrage weiterleitet, ist von Metasuchmaschine zu Metasuchmaschine anders. Zu Ixquick findet man Angaben zwischen 11 und 16 Suchmaschinen oder -portalen.

Neben diesem Punkt speichern Ixquick und Startpage keinerlei Daten von dir. Auch deine IP wird sofort wieder gelöscht und nicht mehr, wie es früher war, erst nach 48 Stunden. Die Suchmaschinen sind auch über SSL abrufbar und stehen in Sachen Suchergebnissen Google in nichts nach.

Als kleines Schmankerl bietet Ixquick die Möglichkeit, aus den Suchergebnissen heraus die Weltnetzseiten über einen anonymisierenden Proxy aufzurufen. Die aufgerufene Seite sieht damit nur eine IP-Adresse von Ixquick. Neben den Ergebnissen findet man einen kleinen Link "Proxy".

Aus Sicherheitsgründen entfernt der Proxy JavaScript Code aus den aufgerufenen Weltnetzseiten. Es ist daher möglich, dass einige Seiten nicht wie erwartet funktionieren. Außerdem ist keine Eingabe von Daten in Textfeldern der aufgerufenen Weltnetzseiten möglich. Der Proxy kann die Seiten nur darstellen!

Für dein Smartphone gibt es die App DuckDuckGo um anonym im Weltnetz zu suchen.

Alternative Suchmaschinen in den Netzbetrachter integrieren

Mehr Datenschutz bedeutet nicht immer weniger Komfort. Ixquick kann mit sehr wenig Aufwand als Standardsuche in deinen Netzbetrachter integriert werden.

Bei Bedarf danach lässt sich jederzeit auch wieder mit einem Klick auf die vorherige Suchmaschine wechseln und umgekehrt, so dass bisherige Sucheinstellungen nicht ersetzt, sondern um weitere Auswahlmöglichkeiten ergänzt werden.

Das entsprechende Plugin findest du unter https://www.ixquick.de/deu/download-ixquick-plugin.html.

Wähle die dabei angebotene Konfiguration "HTTPS", um die Übertragung der Suchanfragen und Suchergebnisse von und zur Ixquick Suchmaschine zu verschlüsseln und ein sonst an verschiedenen Stellen sehr einfaches Abhören und Protokollieren deiner Suchanfragen zu erschweren.

Wer nicht nur aus guten Gründen Google misstraut, sondern auch den Betreibern und den Datenschutzversprechen von Ixquick nicht gänzlich vertrauen mag, kann Ixquick im Gegensatz zu Google problemlos auch völlig anonym über den Anonymisierungsdienst Tor nutzen.

Für alle alternativen Suchmaschinen gilt, dass sie eine andere Sicht auf das Weltnetz bieten und die Ergebnisse sich von Google unterscheiden. Man sollte bei der Beurteilung der Ergebnisse beachten, dass auch Google nicht die reine Wahrheit bieten kann, sondern nur eine bestimmte Sicht auf das Weltnetz.

Letztlich bleibt es aber dir selbst überlassen, welche Suchmaschine du verwendest.
Wir hoffen aber dich mit diesem Artikel in die richtige Richtung geschubst zu haben.

Weitere Informationen zum Thema Suchmaschine findest du im SfN Infoblog:
www.blog.s-f-n.org/tag/suchmaschine


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