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Anquatschversuch in Ettenheim

Als ich eben aus dem Fitnessstudio kam, trat ein Mann auf mich zu, der sich als kurz darauf Verfassungsschutz-Mitglied erkenntlich zeigte. Zunächst war mir unklar, was dieser Mann von mir wollte. Er versuchte direkt mich einzuschüchtern, indem er wusste wie ich heiße, wo ich gearbeitet habe und was ich aktuell tue. Auch wenn seine Internetrecherchen schlampig wirkten, wollte er mir doch zeigen, dass er sich mit mir beschäftigt hat. Er sagte auch, dass er vor meinem Haus war und mich “freundlicherweise” dort nicht aufgesucht hat, da ja meine Eltern oder sonst wer aufmachen könnten. Stattdessen nutze er den größeren Überraschungseffekt und wartete darauf, bis ich aus dem Fitnessstudio trete. Dies war heute dem 04.11.2021 um 11:15 in Ettenheim, Baden-Württemberg.

Vorgestellt hat er sich als Michael Kraiser. Seinen Ausweis hat er mir auch gezeigt, dennoch sehr vermutlich nicht sein echter Name. Eine Handynummer habe ich auch bekommen. Er erwähnte auch, dass das Gespräch freiwillig ist und ich einfach gehen könnte. Laut den Informationen hier, hätte ich das auch tun können, jedoch wollte ich mehr erfahren und interessiert wirken (an alle Leser: Lieber doch einfach abhauen).

Er hatte ganz kurze Haare, blaue Augen, ca. 180-185cm groß, keine kräftige Statur, sah aus wie ein typischer schmieriger Versicherungsvertreter (oder eben wie eine ehrenlose VS-Schmeißfliege). Das Kennzeichen habe ich leider nicht gesehen, da er sofort davonfuhr wie der Wind.

Der Grund für seinen freundlichen Besuch war, dass letztes Jahr wohl eine Liste aus Bayern des 3. Wegs bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde, auf der u.a. mein Name stand. Diese Informationen wurden weitergegeben und auch als ich ihm sagte, dass es sich um eine Fördermitgliedsschaft handelt (also schlicht nur um monatliche Spenden, keiner “richtigen” Mitgliedschaft, wenn man so will), aus der ich zwischenzeitlich sogar zurückgetreten bin (vorübergehend), lies ihn das unbeeindruckt. Währenddessen quatschte er noch viel davon, dass es sich ja um eine grenznahe Rechtsextreme Organisation (“oder sagen wir Partei”) handelt, mit zum Großteil normalen Menschen, die stolz auf ihr Land sind etc, und damit gar nichts falsch wäre. Aber dort soll es eben auch extremere Menschen geben, über die ich spitzeln soll. Genaueres sagte er nicht, nur das dabei für mich etwas rausspringt. Ebenso will er herausfinden was ich für ein Typ Mensch bin und ob von mir eine extremistische Gefahr ausgeht. Er erwähnte, dass ich auf ihn einen intelligenten Eindruck mache und ich ihn nächste Woche anrufen soll, da er sich gerne auf einen Kaffee mit mir treffen würde.

Zum Abschied sagte er auch, dass von dem Gespräch niemand etwas erfährt, es bleibt zwischen uns. Dann machte er noch einen Witz und sagte und noch seinem Chef, weil dieser wissen will, was er macht. Er versuchte sympathisch zu wirken und mein Vertrauen zu gewinnen. Ich soll auch niemandem davon erzählen, auch nicht meinem Freundeskreis.

Ich verhielt mich interessiert und nachdenklich wirkend, nicht ängstlich und nervös (auch wenn es die ganze Zeit regnete und mir dadurch nach einer Zeit kalt war). Rückblickend hätte ich das Gespräch direkt unterbinden sollen, Fotos machen sollen und Nummern nicht austauschen sollen. Das Gespräch ging etwa zehn Minuten und war öffentlich auf dem Parkplatz vor dem Fitnessstudio.

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2 Kommentare

  • Das gleiche haben sie mit mir damals bei der Bundeswehr versucht.(mad).und sie haben mir mit vielen Jahren Knast gedroht falls ich nicht mitmache.

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  • War ja schon immer der Meinung, die Stasi lebt. Sieht man ja auch an dem was und wie es in der Politik läuft. Abgeordnete machen nur noch das was die Merkel-Führung befiehlt.

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