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Anquatschversuch in Hamburg

Gerade eben erreichte uns ein Gedächtnisprotokoll. Es beschreibt sich wiederholende Versuche des Verfassungsschutzes, mit dem Aktivisten in Kontakt zu treten.

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Am 20.09.22 erfolgte der erste Versuch der Kontaktaufnahme, eine Visitenkarte mit Bitte um Rückruf lag in meinem Briefkasten. Man sollte meinen, keine Antwort und dementsprechend kein Interesse zu deuten. War ein Trugschluss.

Bis zum 07./08.11., mein Nachbar wusste es nicht genau, lungerten 2 Typen vor der Haustür herum. Ihm gegenüber vermittelten sie den Eindruck, als würden sie mich kennen und sahen laut seinen Angaben seriös, also nicht wie Verbrecher aus. Fragten gezielt, ob ich noch im Hause wohne.

Am Dienstag, dem 15.11. klingelte dann gegen 13 Uhr mein Telefon, angezeigt wurde im Display lediglich ‚Private Nummer‘. Als ich abnahm, kam die Frage, ob ich Herr XY sei. Habe mit ‚Ja‘ geantwortet, wusste ja nicht, wer am anderen Ende saß. Er stellte sich dann als Herr Banndorf vom Verfassungsschutz vor und ich teilte ihm unmissverständlich mit, dass die Unterhaltung jetzt zu Ende sei.

Es dauerte keine 60 Sekunden, als mich eine Kollegin von ihm anrief und mir erzählte, dass ich ihren Kollegen ja sehr kurz gefasst abgewürgt habe

Habe ihr auch gesagt, dass ich mit ihnen nicht reden wolle. Daraufhin sagte sie, dass man sich ja mal bei einem Kaffee unterhalten könne. Habe abgelehnt und ihr unmissverständlich klargemacht, dass ich mit solchen Menschen weder Kaffee trinke, noch mich mit ihnen unterhalten würde. Habe ihr mitgeteilt, dass auch dieses Gespräch jetzt für mich beendet sei und aufgelegt.

Keine Gespräche und Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz oder anderen staatlichen Verfolgungsbehörden.
Anwerbeversuche zeitnah öffentlich machen!

Edit 23.11.2022:

In den Kommentaren zu diesem Artikel hat jemand einen interessanten Hinweis gegeben.

Der Herr Schlapphut Banndorf war im Jahr 2021 (auch) auf Linkskriminelle angesetzt. Diese veröffentlichten nach dem erfolgten Anquatschversuch natürlich ein Gedächtnisprotokoll.

Hier geben wir euch nun noch ein paar, durch die Afas veröffentliche Eckdaten zum VSler.

Laut Ausweis und Visitenkarte hieß der Mann Christoph Banndorf. Er war Mitte bis Ende 30, ca. 180 – 185, Linkshänder und weiß, aber eher gebräunt. Er hatte eine kräftige Statur, ein eher fleischiges, feistes Gesicht, eng zusammenstehende helle Augen und volle Lippen. Er trug eine schwarze Cap mit weißem Logo, eine dunkle Jacke, darunter ein dunkles T-Shirt sowie eine mittelblaue Levis und dunkle Adidas Sneaker.

4 Kommentare

  • Natürlich sahen sie “seriös” aus, bekommen doch ein ordentlichs Salär. Dem Nachbarn sollte mal gesagt werden, dass man mit Fremden nicht spricht und erst recht nicht gegen den Datenschutz verstößt, indem man zu fremden Daten Auskunft gibt.

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  • Ist ja die altbewährte Methode, nicht mit denen zu quatschen.

    Hab mich gefragt, ob es nicht klug wäre, Gesprächsbereitschaft vorzutäuschen. Termin vereinbaren, jemanden mit einer guten Kamera sich auf die Lauer legen lassen, der die “Landschaft” fotografiert.

    So erhält man nebenbei Automarke, “Fake-Kennzeichen” und ein Gesicht der sonst so anonymen Typen. Nebenbei sollen die ihre Fragen stellen damit man weiß, was die wollen. Dazu zeichnet man das Gespräch mit dem Handy unbemerkt auf.

    Alles dann an diese Plattform schicken und vielleicht gibt es irgendwo ein Datenleck und man hat irgendwann einen 90-Minuten-Spielfilm 🙂

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    • Nein, es ist keine gute Idee.
      Viele haben derlei schon versucht, nie wurde etwas Brauchbares durch diese “Kameraden” geliefert.
      Die VSler wissen, was sie sagen und tun müssen/können und ob der ein oder andere Schlapphut durch eventuelle Fotos verbrannt wird, juckt das Repressionssystem nicht.

      Die wie du sagst, altbewährte Methode ist nach wie vor die Beste.

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  • Handelt es sich um die gleiche Person wie im Artikel “Anquatschversuch vor dem Einkaufen” vom 31. August 2021 auf hamburg.rote-hilfe.de/tag/anquatschversuch/ ?

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