In Sachsen werden ab sofort neue Bodycams eingesetzt

Die sächsische Polizei testet an Brennpunkten in Leipzig und Dresden den Einsatz von Bodycams. Ab dem heutigen Donnerstag sind die Beamten mit den Kameras unterwegs.

Die kleinen Kameras an den Uniformen der Polizisten können bei Bedarf angeschaltet werden und zeichnen dann brenzlige Situationen auf. Das soll dem Schutz der Beamten vor Angriffen dienen. Zudem können so im Notfall auch Beweise gesammelt werden, die später vor Gericht helfen.

Während der Pilotphase werden in Leipzig und Dresden je 25 Bodycams genutzt. Innenminister Markus Ulbig (53, CDU) eröffnet den Test offiziell am Donnerstag (11.00 Uhr). Er ist auf ein Jahr angelegt, wie das Ministerium mitteilte. Danach solle über den dauerhaften und landesweiten Einsatz entschieden werden.

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Die totale Überwachung ist schon möglich

Eine Sicherheitsfirma präsentierte in Wien der Polizeispitze ein Gesichtserkennungssystem.

Eine Funkstreife der Polizei rollt als „Informationssammler“ durch die Stadt. Unter dem Blaulicht am Dach sind Kameras installiert, die vorbeifahrende Autos scannen. Jede Nummerntafel, auch die von parkenden Fahrzeugen, wird aufgezeichnet. Bis auf 400 Meter Entfernung kann das Gesicht jedes Lenkers erkannt und zentral gespeichert werden. Selbst Schminke oder andere Veränderungen am Gesicht ändern daran rein gar nichts. Jeder an der Funkstreifen vorbeigehende Fußgänger wird ebenso aufgezeichnet und sein Gesicht in der Polizei-Datenbank abgelegt.

Tausende Augen

Doch das sind nicht die einzigen Kameras, die aufzeichnen. Tausende Überwachungskameras stehen auf der Straße, Dutzende Funkstreifen sind unterwegs und scannen. Sogar unter Fahrradsitzen lassen sich kleine Scanner montieren, als Hilfe für die Polizei. Wenn jemand zwei Mal die Rolltreppe auf dem Wiener Hauptbahnhof hinauf und hinunterfährt, wird er bereits als möglicher Taschendieb registriert. Auf Knopfdruck kann die Polizei in der Einsatzzentrale am Wiener Schottenring schauen, wo die Person schon überall war in den vergangenen Wochen. Erhärtet sich der Verdacht – war der Verdächtige etwa mehrfach auf Bahnhöfen – suchen die herumfahrenden Funkstreifen automatisch nach ihm. Selbst wenn er in ein Fahrzeug steigt, kann er rasch erwischt werden.

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Nase voll? WhatsApp-Konto löschen

Es gibt viele gute Gründe, sich endgültig von dem Messenger zu verabschieden. Gute Alternativen gibt es allemal. Aber Vorsicht: Wer die App einfach löscht, macht alles noch viel schlimmer. Wir zeigen, wie man sich richtig von WhatsApp trennt.

Irgendwann reicht es dem einen oder anderen Nutzer vielleicht mit Spam, Sicherheitslecks und Datensammelei. Dann kommt der Punkt, an dem man WhatsApp möglichst schnell loswerden will. Aber Geduld: Wer die App einfach von seinem Handy löscht, kann damit Verwirrung stiften.

Denn das WhatsApp-Konto bleibt weiterhin bestehen und ist für verbundene Kontakte weiterhin sichtbar. Die können munter weiter Nachrichten schicken – die der Nutzer nie bekommen wird.

Wem das passiert ist, muss die App zunächst wieder aus dem Play-Store auf seinem Handy installieren und sich mit seiner Telefonnummer anmelden. Dann kann man sein Konto innerhalb der App über die „Konto-löschen“-Funktion entfernen. Dadurch verschwinden auch alle Einträge bei den ehemaligen Kontakten, so dass jeder weiß, dass es dieses Konto nicht mehr gibt.

So geht es Schritt für Schritt:

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Haushaltstipp fürs WLAN

Wenn Wardriver, Suchmaschinen oder Datengoldgräber durch die Straßen ziehen, um WLANs auszuschnüffeln, dann ist guter Rat teuer. Ebenso falls das Scriptkiddie von nebenan mal wieder seine Nachbarn aus dem WLAN kickt, indem es unentwegt Deauthentication-Pakete sendet, um deren Internetverbindung zu stören.

Eine Möglichkeit wäre einen Hotspot-Namen in UTF-8 (Emoji…) zu verwenden. Das funktioniert bei Routern oder Smartphones im Tethering-Modus:

☺ snoɯʎuouⱯ,    NetZwerg,    👀 ᵚᵎᵊᶣᵊ⅁,    ǝʇɐ⅁ɥʇlɐǝʇS,    💀🗲😱🗲💀

Leider lassen sich damit nur Windows-User abschrecken, weil Windows keine WLAN-Namen in UTF-8 anzeigen kann. Nervensägen werden davon nicht zurückgehalten. Ebenfalls sehr ärgerlich ist es, wenn Hotels Mobile-Hotspots blockieren, um Gäste zu teuren hauseigenen Verbindungen zu zwingen.

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Verfassungsschutz soll Computer anzapfen dürfen

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) schafft ein neues Gesetz. Es erweitert die Befugnisse des Geheimdienstes.

Hessische Verfassungsschützer dürfen wohl künftig Computer verdeckt durchsuchen. Dazu soll sie das neue Verfassungsschutzgesetz ermächtigen, das Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden vorstellte. Es muss noch vom Landtag beschlossen werden.

Die Online-Durchsuchung soll es nach Beuths Angaben ermöglichen, islamistischen Gefährdern ebenso wie gewalttätigen Rechtsextremisten oder Linksextremisten das Handwerk zu legen. Voraussetzung seien „tatsächliche Anhaltspunkte für eine konkrete Gefahr“, also etwa für die Planung eines Anschlags.

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Plötzlich in Untersuchungshaft – Teil 3: Tipps für Inhaftierte

Wer in Untersuchungshaft gerät, muss sich in kürzester Zeit in einem neuen und schwierigen Umfeld zurechtfinden. In diesem Beitrag stellt Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel aus Cottbus einige Tipps für Inhaftierte zusammen, die Angehörige dem Betroffenen schon beim ersten Besuch mitteilen sollten.

Äußerungen zum Tatvorwurf?

In der JVA ist man schnell froh über jeden Gesprächspartner. Trotzdem sollte man auf keinen Fall mit Mitgefangenen über den eigenen Tatvorwurf sprechen. Immer wieder dienen sich nämlich Mitgefangene den Ermittlungsbehörden als Zeugen an, um ihrerseits Vorteile zu erlangen. Dies gilt nicht nur im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts.

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Mein Sohn ist in Untersuchungshaft – Teil 2: Tipps für Angehörige

Wenn sich ein Angehöriger oder Freund in Untersuchungshaft befindet, ist er dringend auf Hilfe von draußen angewiesen. In diesem Beitrag erklärt Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel, was Freunde und Angehörige tun können.

Besuche organisieren

Der Alltag in der JVA ist oft trist und lähmend. Eine wichtige Abwechslung sind hier Besuche. Wie viele Besuche pro Monat erlaubt sind, ist verschieden und hängt auch von den Kapazitäten der JVA ab. Zumeist besteht die Möglichkeit, den Gefangenen drei Mal für jeweils 45 Minuten im Monat zu besuchen. Pro Besuch können mehrere Besucher kommen. Sonderbesuche gibt es für nahe Angehörige. Im Ergebnis kann damit erreicht werden, dass der Inhaftierte wenigstens einmal pro Woche besucht wird.

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Mein Freund ist in Untersuchungshaft – Teil 1: Sofortmaßnahmen für Angehörige

Wer erfährt, dass ein Angehöriger oder Freund festgenommen worden ist oder sich bereits in Untersuchungshaft befindet, der ist in aller Regel ratlos. Dabei kommt es für das weitere Verfahren ganz entscheidend darauf an, jetzt möglichst rasch die Weichen richtig zu stellen. In diesem Beitrag gibt Strafverteidiger Dr. Maik Bunzel aus Cottbus wertvolle Tipps für Betroffene.

Anwalt suchen und anrufen

Wer festgenommen wurde, braucht dringend anwaltliche Hilfe. Jeder Beschuldigte hat das Recht, in jeder Lage des Verfahrens mit einem Verteidiger zu sprechen. Wer keinen Verteidiger kennt oder seinen Anwalt nicht erreichen kann, redet sich oft „um Kopf und Kragen“ in den ersten Vernehmungen.

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Vorladung zur ED-Behandlung erhalten? So können Sie sich wehren!

Grundsätzlich gilt: Einer Vorladung der Polizei zur Beschuldigtenvernehmung muss man nicht folgen. Einige Polizeibeamten kombinieren die Vorladung daher gern mit der Anordnung einer erkennungsdienstlichen Behandlung. Das Problem hierbei: Oft sind im konkreten Fall keine Fingerabdrücke, Lichtbilder etc. nötig. Dann kommt es zu folgendem Trick: Gemäß § 81b Alt. 2 StPO kann die Polizei selbst die erkennungsdienstliche Behandlung zur Gefahrenabwehr anordnen. Die Maßnahme ist dann nicht Teil des zugrundeliegenden Ermittlungsverfahrens. Vermuten die Ermittler, dass ein Beschuldigter die Vorladung zur Vernehmung ignorieren wird, greifen sie manchmal auf diese Norm zurück und erreichen so, dass der Beschuldigte zu ihnen kommen muss – so jedenfalls die Ansicht bei etlichen Polizisten. In diesem Beitrag klärt Rechtsanwalt Dr. Maik Bunzel aus Cottbus über Irrtümer im Zusammenhang mit der ED-Behandlung auf.

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Anquatschversuch des VS in Cottbus

In Cottbus kam es eben (24.10.2017) zu einem Anwerbeversuch des LfV Brandenburg. Ziel war ein Aktivist, der an der IB Aktion auf der Stadthalle in Cottbus beteiligt war. Die Aktion sollte dann auch als Gesprächseinstieg herhalten. Sensibilisiert euer Umfeld. Sprecht vor allem mit noch unerfahrenen Aktivisten über solche Situationen und das richtige Verhalten.