Politischen Aktivisten sollte das Computerprogramm VeraCrypt bekannt sein. Wir empfehlen es seit dem Ende von TrueCrypt als Verschlüsselungstool und für den täglichen Gebrauch am Computer.

Vor wenigen Tagen gab der Entwickler bekannt, er habe die Kontrolle über seinen Windows‑Account verloren. Das klingt erstmal nach keinem großen Problem, jedoch signierte er über genau diesen Account die Updates von VeraCrypt und den dazugehörigen Bootloader.
Windows hat seinen Account plötzlich, also ohne Vorwarnung, gesperrt, und er hat keine Erklärung für die Sperre erhalten. Aus der Sperrnachricht von Windows geht hervor, dass kein Einspruch möglich ist. Natürlich versuchte der Entwickler sofort, den Windows‑Support zu kontaktieren; bisherige Kontaktversuche blieben jedoch erfolglos.
Konkret bedeutet das für VeraCrypt: Der Entwickler kann derzeit keine Windows‑Updates signieren und veröffentlichen. Updates für Linux und macOS sind weiterhin möglich, aber Windows ist die von den meisten Nutzern genutzte Plattform. Die Unfähigkeit, Windows‑Versionen bereitzustellen, stellt somit einen erheblichen Rückschlag für das Projekt dar.
Das Ganze stellt derzeit keine akute Gefahr dar, könnte aber — falls sich die Situation nicht ändert — dazu führen, dass VeraCrypt nicht mehr als Verschlüsselungstool genutzt werden kann/sollte. Das wäre ehrlich gesagt eine Katastrophe für Windows‑User. Der Entwickler arbeitet weiterhin daran, seinen Account zurückzubekommen; wir drücken die Daumen.
Diese ganze Windows‑Thematik sollten politische Aktivisten wegen erheblicher Datenschutzbedenken eh meiden. Wir empfehlen stattdessen die Nutzung eines Linux‑Betriebssystems.
Edit: 23.04.2026
Eine gute Mitteilung: Der Entwickler hat wieder vollen Zugriff auf seinen Windows‑Account. Damit kann er jetzt weiterhin Updates signieren. Trotz des aktuellen Zugriffs auf seine Systeme sollte sich der Entwickler eine Backup‑Lösung zum Signieren überlegen. Solche Probleme können leider immer wieder auftauchen.


Eine gute Mitteilung: Der Entwickler hat wieder vollen Zugriff auf seinen Windows‑Account. Damit kann er jetzt weiterhin Updates signieren. Trotz des aktuellen Zugriffs auf seine Systeme sollte sich der Entwickler eine Backup‑Lösung zum Signieren überlegen. Solche Probleme können leider immer wieder auftauchen.